Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW, zur Reform der Agrarpolitik

Felix Prinz zu Löwenstein
Felix Prinz zu Löwenstein

Die Agrarpolitik der EU steht vor einer erneuten Reform. Welche Ziele müssen mit dieser Reform erreicht werden?
Wir brauchen das unverminderte Engagement der EU für die Landwirtschaft.
Die Zahlungen müssen für die Zukunftsfähigkeit einer bäuerlichen, für Umwelt, Natur und Landschaft verträglichen Landwirtschaft eingesetzt werden.

Welche Rolle kann der Öko-Landbau spielen, um diese Ziele zu erreichen?
Wer den Öko-Landbau stärkt, erreicht die Ziele der Agrarpolitik auf  unbürokratische und effi ziente Weise. Sein System einer inputarmen, am  Kreislauf der Nährstoffe orientierten Landwirtschaft ist weit entwickelt und gut erprobt. Obendrein bringt er ein funktionierendes Kontrollsystem und – durch den Kauf seiner Produkte – den Beitrag der Verbraucher mit ein.

Welche Forderungen leiten sich daraus für die Reform ab?
Der Einsatz der europäischen Agrarmittel darf nicht an historischen Ansprüchen, sondern muss am Erstellen öffentlicher Güter orientiert werden. Nur dann wird es auf Dauer gelingen, diese Mittel der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen.

Was wird der BÖLW in den nächsten Monaten tun, um eine entsprechende Reform zu erreichen?
Wir werden diese Forderungen in Gesprächen mit zuständigen Politikern, im Kontakt mit Medien und in gezielten Veranstaltungen vorbringen. Zusammen mit den Partnern der Plattform Agrarpolitik werden wir die Agrarpolitik zu einem gesellschaftspolitischen Thema machen.