Um Pflanzen für gute Erträge gesund wachsen zu lassen, setzen Öko-Landwirte vor allem auf vorbeugende Maßnahmen und die Stärkung ökologischer Selbstregulationsmechanismen. Dazu zählen eine vielfältige Fruchtfolge, der Einsatz von robusten Pflanzensorten oder auch die Förderung von Nützlingen. Ergänzend werden zur Stärkung der Pflanzen aber auch direkten Abwehr von Krankheiten und Schädlingen Präparate auf naturstofflicher Basis eingesetzt. Im Rahmen des Projektes „Pflanzenschutzstrategien im Öko-Landbau", welches durch das
Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) gefördert wird, aktuelle Fragen des Pflanzenschutzes im Öko-Landbau bearbeitet.
Gutachten: Kann Kalium-Phosphonat als mineralisch, natürlich vorkommend angesehen werden?
Das Kalisalz der Phosphonsäure wird im Öko-Landbau als Bestandteil von Pflanzenstärkungsmitteln im Weinbau eingesetzt, um Pflanzen gegen den Pilz „falscher Mehltau“ widerstandsfähiger zu machen. Durch die Änderung des Pflanzenschutzmittelrechts wird der Stoff künftig als Pflanzenschutzwirkstoff betrachtet werden. Dies erfordert auch eine Neubewertung für den Öko-Landbau. Der Stoff gilt als umweltverträglich. Noch nicht geklärt war bislang die Frage nach der Art des Stoffes und inwieweit er als naturstofflich gelten kann. Dazu wurde das vorliegende Gutachten verfasst.
Gutachten: Kalisalz der Phosphonsäure (17 Seiten, 422 kB)
Wird im Bio-Landbau gespritzt?
Auszug aus dem BÖLW-Agrumentationsleitfaden zur Praxis des Pflanzenschutzes im Ökologischen Landbau