Zum Inhalt springen
  • Presse
  • Meldungen
  • Artikel
Pressemitteilung

10 Jahre Bio-Siegel – Bio-Anbaufläche verdoppelt: BÖLW fordert weitere Maßnahmen zur Stärkung des Ökolandbaus

Berlin, 05.09.2011| Am 5. September 2011 feiert das Bio-Siegel seinen zehnten Geburtstag. „Der Erfolg des Siegels zeigt, wie wirksam eine engagierte Politik für die Stärkung des Ökologischen Landbaus sein kann“, so der Vorstandsvorsitzende vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) Felix Prinz zu Löwenstein. Die Einführung des Bio-Siegels ermöglichte es Landwirten, Verarbeitern und Händlern erstmals, die zusätzlichen Leistungen des Ökolandbaus für Umwelt und Verbraucher auf ihren Produkten einheitlich sichtbar zu machen. Das sechseckige Siegel darf nur für Produkte verwendet werden, die nach den Richtlinien der EU-Ökoverordnung hergestellt sind. Unabhängige Kontrollen garantieren, dass tatsächlich Bio drin ist, wo das Bio-Siegel drauf steht.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich sowohl der Umsatz mit Bioprodukten als auch der Flächenanteil der Biobetriebe und deren Anzahl verdoppelt. „Das Bio-Siegel hat einen erheblichen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet. Das steht außer Frage!“, sagt Löwenstein.

„Renate Künast setzte 2001 mit dem Bio-Siegel und der Schaffung des Bundesprogramms Ökologischer Landbau ihre Zusage um, dem Ökolandbau aus der Nische zu helfen.“, beschreibt Löwenstein die Maßnahmen der damaligen Landwirtschafts- und Verbraucherministerin. Er fordert Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner auf, sich für den Ökologischen Landbau als Leitbild für die Entwicklung unserer Landwirtschaft einzusetzen und das 20-Prozent-Ziel Ökolandbaufläche entsprechend der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung durch konkrete Maßnahmen anzupacken. Angesichts einzelner Bundesländer, die aus der Umstellungsförderung ausgestiegen sind, sei ein klares Signal – wie es vor zehn Jahren von der Politik ausgesandt wurde – dringend erforderlich.

Das Bio-Siegel findet sich heute auf 62.887Produkten und wird von 3.932 Unternehmen genutzt. Es ist das europaweit am weitesten verbreitete Prüfsiegel für Produkte aus Ökologischem Landbau. Die zusätzlichen Siegel der deutschen Anbauverbände kennzeichnen einen Standard, der über die Anforderungen der EU-Ökoverordnung hinausgeht. Sie machen zudem deutlich, dass ein Produkt von Bauern und Lebensmittelverarbeitern erzeugt wurde, die nicht anonym bleiben, sondern in ein System von Betreuung und Beratung eingebunden sind.


2.413 Zeichen, Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten.
 


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

Sonstige_Agrarministerkonferenz_microphone-704255_1920.jpg
Pressemitteilung

„Schlag ins Gesicht für alle, die es besser machen wollen“

BÖLW zu den GAP-Entscheidungen
 | 

Anti-Green-Deal verhindern – Betriebe, Umwelt und Klima schützen!

EU-Oeko-Verordnung_Pflanze_Demeter_EvaMueller.jpg
Pressemitteilung

Öko-Verordnung: EU beschließt Verschiebung

Agrarrat mit einstimmigem Votum
 | 

Nach EU-Parlament stimmen auch die EU-Staaten für Anwendung der neuen EU-Öko-Verordnung ab dem 1.1.2022

EU-Agrarpolitik_Reform2020_drought-3584486_1920.jpg
Pressemitteilung

GAP und Farm to Fork-Strategie zusammenbringen: Nur so lassen sich Klimakrise, Arten- & Höfesterben stoppen

BÖLW zu GAP-Entscheidungen
 | 

25 % Bio- und 50 % weniger Pestizid-Ziel müssen Teil der GAP werden / 70 % des EU-Agrarbudgets in Umweltleistungen von Bauern investieren