Haltungskennzeichnung: Jetzt Klarheit für Kunden & Bauern schaffen

Berlin, 02.05.2018. Nachdem ein weiterer Lebensmitteldiscounter eine eigene Tierhaltungskennzeichnung für Fleischprodukte einführen will, fordert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Wenn Bundesministerin Klöckner es ernst mit dem Umbau der Tierhaltung meint, muss sie umgehend eine verpflichtende Haltungskennzeichnung einführen. Der Handel probiert bereits verschiedene Label-Systeme. Klöckner muss das Chaos, das hier gerade entsteht, beenden. Kunden brauchen ein klares und einfaches Kennzeichnungssystem, um sich beim Kauf bewusst für den Tierschutz entscheiden zu können. Auch Landwirte drängen auf klare Regelungen. Denn nur da, wo Tierschutz sichtbar wird, bekommen Bauern ihre Investition entlohnt.  

Die Eierkennzeichnung zeigt, wie eine verpflichtende, einheitliche Haltungskennzeichnung am Markt funktioniert. Sie ist dem Kunden in ganz Europa seit über zehn Jahren vertraut und daher prädestiniert, Klarheit und Transparenz für alle Tierhaltungssysteme zu schaffen. Nach diesem Vorbild muss Bio, der höchste gesetzliche Tierhaltungsstandard, auch als höchste Stufe eines staatlichen Kennzeichnungssystems integriert werden.

Auf diese Weise kann Klöckner entsprechend dem Ziel der Tierhaltungsstrategie, mehr Tierwohl zu fördern, handeln und gleichzeitig die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau umsetzen, die 20 % Bio bis 2030 für mehr Artenvielfalt und Gewässerschutz erreichen will.“