Zum Inhalt springen

Neue Öko-Verordnung seit 1.1.2022

Die Öko-Verordnung ist das Bio-Grundgesetz. Seit dem 1. Januar 2022 muss der neue Rechtsrahmen angewendet werden. Damit verliert die bisherige Öko-Verordnung (die Öko-Basisverordnung VO 834/2007 sowie die Durchführungsverordnungen VO 889/2008 für den EU-Binnenmarkt sowie die VO 1235/2008 für Importe aus Drittländern) ihre Gültigkeit.

Die Regeln für Bio werden seit dem Inkrafttreten der EU-Öko-Verordnung im Jahr 1992 stetig über Änderungsverordnungen an den aktuellen Stand von Praxis und Forschung angepasst.

Einer ersten großen Überarbeitung wurde das Bio-Recht 2006/2007 unterzogen. Einer ersten großen Überarbeitung wurde das Bio-Recht 2006/2007 unterzogen. Von 2014 bis 2021 gab es eine zweite umfangreiche Überarbeitung der Öko-Verordnung. Diese fand ihren ersten Abschluss mit der Verabschiedung einer neuen Öko-Basisverordnung (VO (EU) 2018/848) im Juni 2018 einen ersten Abschluss. Seitdem wurde die neue Öko-Basisverordnung durch eine Reihe von Rechtsakten in allen Bereichen ergänzt – von konkreten Festlegungen zu Ställen und Ausläufen für Bio-Tiere und Listen zugelassener Bio-Betriebsmittel oder Bio-Lebensmittelzutaten bis hin zu präziseren Anforderungen an die Öko-Kontrolle und an Bio-Importe aus Drittländern.

Innerhalb der letzten drei Jahre sind über 20 Rechtsakte erlassen worden. Diese ändern oder ergänzen die neue Öko-Basisverordnung 2018/848. Wer wissen will, was die Öko-Verordnung alles regelt, muss also die Öko-Basisverordnung und die Rechtsakte und die darin vorgenommenen Änderungen gemeinsam ansehen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Darüber hinaus muss Deutschland – ebenso wie andere Mitgliedsstaaten – seinen nationalen Rechtsrahmen an die neuen EU-Vorgaben der Öko-Verordnung anpassen. Das Gesetzgebungsverfahren zur Überarbeitung des Öko-Landbaugesetzes (ÖLG) und des Öko-Kennzeichengesetzes läuft bereits in Deutschland. Diese Öko-Gesetze können in einem zweiten Schritt durch weitere Rechtsverordnungen wie z.B. die Kontrollstellen-Zulassungsverordnung oder eine Verordnung zur Außer-Haus-Verpflegung ergänzt werden.

dummyimage.png
Pressemitteilung

BÖLW: Schmidt muss Länder-Votum folgen und Revision der Öko-Verordnung stoppen

BÖLW-Statement anlässlich der Agrarministerkonferenz in Hannover
 | 

Auf der laufenden Agrarministerkonferenz (AMK) in Hannover befassen sich die Länder erneut mit den Verhandlungen über ein neues europäisches Bio-Recht.

dummyimage.png
Pressemitteilung

Neues Bio-Recht: Deutschland verhilft Malta zum Weiterverhandeln

Bundesminister Christian Schmidt geht hohes Risiko ein
 | 

Nach einer dreimonatigen Pause gehen die Verhandlungen zur Revision der EU-Öko-Verordnung unter maltesischer Ratspräsidentschaft weiter.

  • EU-Oeko-Verordnung_Kontrolle_BLE_DominicMenzler.jpg

    Information | Umgang mit Verstößen und Kontaminationen

    Information | Umgang mit Verstößen und Kontaminationen

    Wie die neuen Regeln ab 2022 zum Umgang mit Verstößen und Kontaminationen zu verstehen sind und was sie für Bio-Bauern und Bio-Verarbeiter und für die gesamte Wertschöpfungskette bedeuten, haben wir in drei Papieren beleuchtet.

    | zu den Papieren |