Zum Inhalt springen
Pflanze_Duengung_84009_1920.jpg
Pressemitteilung

BÖLW-Kommentar zur Dünge-Verordnung

Anlässlich des heutigen Treffens des Bundesumwelt- und -landwirtschaftsministeriums sowie der Regierungsfraktionen und Verbände

Berlin, 06.06.2019. Heute diskutierten das Bundesumwelt- und das Bundeslandwirtschaftsministerium sowie die Regierungsfraktionen und Verbände die neue Düngeverordnung. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des deutschen Bio-Spitzenverbands Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), war vor Ort und kommentiert:

„Wer Gewässer wirksam schützen will, muss mit dem Düngerecht die Verursacher von Nitratverschmutzung in die Pflicht nehmen. Bäuerinnen und Bauern, die wasserfreundlich arbeiten, weil sie beispielsweise nach den strengen Regeln der EU-Öko-Verordnung wirtschaften, dürfen nicht mit Auflagen gegängelt werden.

Jede Regel ist nur so gut, wie sie kontrolliert wird. Daher muss auch die Kontrolle mit dem neuen Düngerecht verbessert werden. Die Digitalisierung kann helfen, die Nährstoffflüsse zu erfassen und bewerten zu können. Bio-Betriebe unterliegen bereits strengen Kontrollen.

Ein wirksames Düngerecht muss sicherstellen, dass auf der Fläche nur so viele Tiere gehalten werden, wie Böden und Gewässer verkraften. Sonst werden die Nitratüberschüsse in unseren Gewässern nicht ausreichend reduziert.

Stickstoff-Überschüsse, die durch ein Zuviel an leichtlöslichen, synthetischen Düngern das Nitratproblem verschärfen, müssen eingedämmt werden.

Wichtig ist, dass die Bundesregierung nun zügig wirksame und praktikable Vorschläge in Brüssel vorlegt, um die verbliebenen politischen Handlungsspielräume zu erhalten.“

Einen Hintergrund zur Düngeverordnung lesen Sie hier auf der BÖLW-Webseite.


1114 Zeichen (Statement), Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten; Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Tel.: +49 171 3035 686, BÖLW-Pressestelle, Joyce Moewius, presse@boelw.de, Tel. +49 30 28482-307.

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von über 40.000 Bio-Betrieben 10.91 Mrd. Euro umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind: Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Bioland, Biokreis, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

Weitere passende Beiträge

Pflanze_Gesundheit_flower-2351752_1920.jpg
Pressemitteilung

Runder Tisch Insektenschutz muss liefern - für Insekten und Bauern

Insektenkrise gemeinsam lösen
 | 

BÖLW kommentiert Insektengipfel in Berlin mit BMEL, BMU, Wissenschaft, Naturschützern und Vertreter der Landwirtschaft und Industrie

Pflanze_Gesundheit_bee-1827947_1920.jpg
Pressemitteilung

BÖLW-Statement zur Studie der TU München zum Insektensterben

Es braucht Produktionssysteme, die naturverträglich sind
 | 

Das Artensterben setzt sich fort, selbst auf Grünland. Landwirtschaft muss neue Wege gehen, um dem Verlust an biologischer Vielfalt ein Ende zu setzen.

ÖkoFeldtage19_34.JPG
Pressemitteilung

Erfolgreiche Bilanz der Öko-Feldtage: Branchen-Treffpunkt, Wissensplattform & Impulsgeber für die gesamte Landwirtschaft

11.000 Besucherinnen erleben Öko-Innovationskraft bei fast 350 Ausstellenden, auf 1.200 Demoparzellen mit 70 Kulturen, in Fachforen & Stallgesprächen, auf 50 Maschinenvorführungen, Neuentwicklungen und Prototypen in Tierhaltung, Pflanzenbau und -Zucht
 | 

Den starken Impuls aus der Praxis und das Potenzial, was für die gesamte Landwirtschaft in Öko steckt, muss die Politik unbedingt aufnehmen.