Willkommen auf den Internetseiten des BÖLW. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft ist der Spitzenverband von Erzeugern, Verarbeitern und Händlern ökologischer Lebensmittel in Deutschland. [mehr]

Zum zehnten Mal wurde in diesem Jahr der Förderpreis Ökologischer Landbau verliehen. Die Preisträger machen immer wieder aufs Neue deutlich, welche Vielfalt, Kreativität und Innovationskraft in den Betrieben des Ökologischen Landbaus steckt. Eingebettet war die Preisverleihung in den „Tag des Ökologischen Landbaus“, der dieses Potenzial auf einer übergeordneten Ebene thematisierte.
Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie
hier.
Der verbandsgebundene Öko-Landbau und der Bio-Fachhandel sind die tragenden Säulen des Bio-Marktes und wachsen stabil weiter. Die Zahl der Betriebe nahm um 6,0 % auf 11.030 Betriebe und die Anbaufläche um 5,2 % auf insgesamt 653.339 ha zu. Der Fachhandel wuchs 2009 um ca. 4 % und vergrößerte seinen Anteil am gesamten Bio-Markt. Diese und weitere Zahlen veröffentlichte der BÖLW auf seiner Bilanzpressekonferenz im Rahmen der IGW.
Hier finden Sie unsere Pressemitteilung.
Hier finden Sie die gesamte Präsentation.
Hier finden Sie einen Hörfunkbeitrag im Deutschlandfunk zur Pressekonferenz
Die BÖLW-Herbsttagung, die sich der Herausforderung der zukünftigen Wassernutzung in der Landwirtschaft stellte, zeigte deutlich: Die Nutzung ökologischer Anbaumethoden ist von zentraler Bedeutung, um eine ausreichende Wasserversorgung zur Ernährung der Weltbevölkerung sicher zu stellen. Agrarforschung und -politik müssen einen Paradigmenwechsel vollziehen und die Ressourcen-Effizienz des Ökolandbaus anerkennen. Denn in den Ländern des Südens ist dieser nicht nur die ertragsstärkere, sondern auch die ertragsstabilere Lösung.
Der Weltagrarbericht fordert einen Wandel in der landwirtschaftlichen Forschung und Praxis, hin zu einer ökologischen, lokal diversifizierten und bäuerlichen Landwirtschaft. Wissenschaftler der Universität Hohenheim haben nun die konkreten Aussagen des Berichts zum Ökologischen Landbau ausgewertet.
Die Ergebnisse des Weltagrarberichts
Eine von Deutsche Bank Research veröffentlichte Studie sieht in einer an ökologischen Kriterien orientierten Landwirtschaft den Schlüssel, um die Menschheit ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen. Explizit hebt sie die Bedeutung des Ökologischen Landbaus für Afrika hervor. Die Studie steht der Agro-Gentechnik kritisch gegenüber und spricht sich gegen Patente in der Landwirtschaft aus. Ebenso plädiert sie für eine gerechtere Welthandelsordnung.
Die Broschüre greift zentrale Fragen rund um Öko-Landbau und Bio-Lebensmittel auf, gibt kurze wissenschaftlich fundierte Antworten und nennt weiterführende Quellen - ein wichtiges Instrument für die Vorbereitung auf öffentliche Auftritte, für Verkäuferschulungen oder als Nachschlagewerk zum Stand des Wissens.
Lesen Sie jetzt die neuen Antworten zur
Klimawirkung des Öko-Landbaus, zur
Öko-Bilanzierung von Bio-Produkten und zur
ökologischen Biomasse-Erzeugung.
Das Projekt „Quality Low Input Food“, eine der größten Forschungsinitiativen zur ökologischen Lebensmittelwirtschaft, zeigt neue beeindruckende Erkenntnisse: die Forschungsergebnisse bestätigen die hohe Qualität und Sicherheit von Bio-Produkten und untermauern deren positive Gesundheitswirkungen. Vor allem die organische Düngung erhöht die Gehalte an gesundheitsfördernden Pflanzeninhaltsstoffen und führt zur Steigerung der pflanzlichen Abwehrkräfte. Weitere Projektergebnisse auf:
Bei der Wahl der richtigen Verpackung spielen viele Kriterien eine Rolle. Gerade Bio-Lebensmittel haben einen besonderen Anspruch an die ökologischen und sicherheitsrelevanten Eigenschaften der Verpackung. Um die Bewertung von Verpackungen zu erleichtern, erstellt der BÖLW in Kooperation mit dem Büro für Lebensmittelkunde und Qualität, dem FIBL Schweiz, FIBL Deutschland und Ralph Weishaupt einen Leitfaden für die Verpackung von Bio-Produkten.
Frankreich, Österreich, Polen und andere EU-Staaten haben es vorgemacht. Deuschland ist nun gefolgt: Der Genmais MON810 wurde verboten weil Umweltschäden zu erwarten sind. Nach wie vor ist unklar wie das Gift, das die Pflanze produziert tatsächlich wirkt und welche mengen freigesetzt werden. Aktelle Untersuchungen zeigen Risiken für Nützlingen und Wasserorganismen auf sowie Störungen des Immunsystems von Tieren. Eine Studie von BÖLW und Campact zeigt auf welche Gefahren bestehen und vor welchem rechtlichen Hintergrund das Verbotsverfahren steht.
Verbot von MON810 - wissenschaftliche und rechtliche Bewertung
Der Bericht zeigt, dass die Nutzung der Agro-Gentechnik keinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen bringt. Vielmehr verursacht der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen extrem hohe Kosten in der gesamten Lebensmittelkette. Sie entstehen durch stark steigende Saatgutpreise sowie erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung drohender Resistenzen, der Trennung der Warenströme und Analysen. Dazu kommen Schäden in Höhe von einigen Milliarden US Dollar, die bei Mais und Reis durch Kontaminationen mit nicht zugelassenen Gen-Konstrukten verursacht wurden.
Anschaulich und detailliert stellt die Broschüre die aktuellen Entwicklungen der Bio-Branche dar und belegt diese mit Zahlen, Daten und Fakten – ein wichtiges Instrumentarium für alle, die einen umfassenden und raschen Überblick über die Ökologische Lebensmittelwirtschaft in Deutschland gewinnen möchten.
Die ökologische Wirtschaftsweise bietet ein großes Potenzial, um die Emissionsbilanz der Landwirtschaft zu verbessern. Sowohl flächen- als auch produktbezogen ist der Öko-Anbau in weiten Teilen deutlich klimafreundlicher als der konventionelle. Höhere Humusgehalte verstärken zudem die Kapazität zur Kohlenstoffspeicherung im Boden.
Weitere Informationen finden Sie hier in unserem Argumentationspapier.
22.01.2010 |
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