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Verkaufserlöse

Höhere Preise, mehr Einnahmen

Die Verkaufserlöse der Bio-Landwirte in Deutschland sind nach einem Rückgang 2023 im Jahr 2024 wieder gestiegen. Die Einnahmen erhöhten sich um 6,3 Prozent auf insgesamt 3,84 Milliarden Euro. Die Steigerung lag vor allem an höheren Preisen für Gemüse und Fleisch.
 

Die Verkaufserlöse aus Rindfleisch stiegen 2024 um 17 Prozent auf 322 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Besonders Kälber brachten mit 67 Millionen Euro gut ein Fünftel (21 Prozent) höhere Verkaufserlöse. Die Schlachtungen von Ochsen und Kühen nahmen zu, während die von Jungbullen leicht zurückgingen. Auch die Verkaufserlöse aus Geflügel stiegen um 4 Prozent. Beim Schweinefleisch sanken die Verkaufserlöse um 1 Prozent auf 157 Millionen Euro. Grund dafür war, dass 9 Prozent weniger Schweine geschlachtet wurden als noch 2023. Milch blieb mit 829 Millionen Euro das mit Abstand wichtigste Produkt, bezogen auf die Verkaufserlöse für Bio-Produkte. Die Menge an Milch stieg 2024 leicht um 1,7 Prozent, und die Preise legten ebenfalls kontinuierlich zu. Insgesamt stiegen die Verkaufserlöse aus Milch um 2 Prozent. Die Verkaufserlöse aus Gemüse stiegen erneut um 10 Prozent auf 656 Millionen Euro. Da die Anbaufläche für Bio-Gemüse im Jahr 2024 erweitert wurde, fiel auch die Ernte größer aus.

An dritter Stelle der Verkaufserlöse für Bio-Lebensmittel stehen Eier mit 437 Millionen Euro. Die Erlöse stiegen um 13 Prozent. Es wurden mehr Eier produziert und die Preise fielen höher aus. Im Jahr 2024 machten Bio-Eier ein Fünftel – 20 Prozent – der gesamten Verkaufserlöse für Eier auf der landwirtschaftlichen Produktionsstufe aus. 

Nach einem Rückgang 2023 stiegen die Verkaufserlöse aus Getreide um 11 Prozent auf 396 Millionen Euro. Auch hier waren höhere Preise bei knapper Versorgung der Grund, denn die Erntemenge sank durch kleinere Anbauflächen und regnerisches Wetter um 9 Prozent. Besonders Hafer, Mais, Weichweizen und Roggen brachten höhere Verkaufserlöse. Die Qualitäten fielen 2024 witterungsbedingt besser aus als im Vorjahr, so dass mehr Getreide als Speisegetreide vermarktet werden konnte. Rückgänge der Verkaufserlöse gab es bei Braugerste, Dinkel und Triticale, vor allem, weil diese auf kleineren Flächen angebaut wurden – und die Erntemenge dementsprechend sank. 

Trotz einer Rekordanbaufläche von 13.200 Hektar gab es bei Kartoffeln Ertragseinbußen. Höhere Preise aufgrund der knappen Versorgung konnten die geringere Ernte nicht vollumfänglich ausgleichen. So gaben die Verkaufserlöse leicht um 1,6 Prozent nach auf 164 Millionen Euro. 

Die Verkaufserlöse aus Wein gingen im Jahr 2024 um 4 Prozent auf 250 Millionen Euro zurück. Zwar stiegen die Preise, doch die Ernte war deutlich kleiner. Erfreulich: Der Anteil von Bio-Wein an den gesamten Verkaufserlösen für Wein stieg auf mehr als 20 Prozent an – während die Verkaufserlöse von konventionellem Wein sanken. 

Der Anteil von Bio-Wein an allen Wein-Verkaufserlösen lag bei mehr als 20 Prozent.

Fast auf dem Niveau von 2023 blieben die Verkaufserlöse aus Bio-Obst, sanken nur geringfügig um 2 Prozent. Insbesondere die Apfelernte war durch schlechtes Wetter geringer. Höhere Preise für Bio-Obst konnten die Verluste allerdings teilweise abmildern.


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Annette Bruhns
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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