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Regeln des Öko-Pflanzenbaus

Bio-Bauern befolgen das strengste Gesetz, das es in Europa für den Pflanzenbau gibt. Die Vorschriften der EU-Öko-Verordnung bewirken seit 1991, dass Bio-Pflanzen so angebaut werden, dass der Boden fruchtbar bleibt, das Wasser sauber gehalten wird und vielfältige Kulturen auf den Bio-Äckern wachsen. 

Die Öko-Verordnung schreibt vor, dass Bio-Pflanzen im echten Boden gedeihen. Systeme in Gewächshäusern, bei denen Pflanzen beispielweise in Mineralwolle oder Nährlösungen gezogen werden, sind verboten. Das Gesetz bestimmt auch, dass Bio-Bauern weder Gentechnik noch chemisch-synthetische Pestizide oder Kunstdünger einsetzen.

Mit Stickstoff versorgen Bio-Bauern ihre Pflanzen durch organische Düngemittel wie Stallmist oder Leguminosen. Welche wenigen Dünge- und Pflanzenschutzmittel im Ökolandbau zugelassen sind, ist in speziellen Listen festgeschrieben (VO 889/2008, Anhang I und II).

Damit Pflanzen gesund bleiben, schreibt das Bio-Recht vorbeugende Maßnahmen wie öko-taugliche Sorten und Fruchtfolgen vor. Erkranken Pflanzen trotz aller Vorsorge, sind laut Öko-Verordnung ausgewählte Mittel mit naturstofflichem Charakter erlaubt, um die Pflanzen gesund zu pflegen.

Die Pflanzenbau-Regeln in der Öko-Verordnung werden stetig weiterentwickelt und dem aktuellen Stand von Praxis und Forschung angepasst.