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Regeln der Bio-Kontrolle

Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin. Denn bei Bio wird – vom Acker bis zum Laden – von einem staatlich überwachten Kontrollsystem überprüft, ob die strenge EU-Öko-Verordnung eingehalten wird. Damit können sich Kundinnen und Kunden auf das staatliche Bio-Siegel und die privaten -Kennzeichen verlassen.

Alle Bio-Höfe und -Lebensmittelunternehmen werden mindestens einmal jährlich kontrolliert – zusätzlich zu den allgemeinen Kontrollen der Lebensmittelüberwachung. Eine geschulte Bio-Kontrolleurin oder Bio-Kontrolleur prüft vor Ort, dass die Betriebe die strengen Regeln des Bio-Rechts einhalten. Zusätzliche Stichpunktkontrollen bei den Bio-Unternehmen erhöhen die Sicherheit weiter.

Die Bio-Kontrollen werden in Deutschland von spezialisierten privaten Öko-Kontrollstellen durchgeführt, die von staatlichen Behörden zugelassen und überwacht werden.

Bio-Kontrolle bedeutet viel mehr als nur das Endprodukt, also den Öko-Käse, die -Wurst oder das -Brot zu überprüfen. Denn geprüft wird der gesamte Produktionsprozess. Damit ist sichergestellt, dass der Bio-Bauer, die Bio-Verarbeiterin und -Händlerin alle Regeln der Öko-Verordnung einhält. Bei der Käseherstellung überprüfen die Öko-Kontrolleure, dass die Milch von Bio-Betrieben stammt und nur erlaubte Hilfs- und Zusatzstoffe bei der schonenden Verarbeitung eingesetzt werden. Auf dem Hof der zuliefernden Bio-Milchbäuerin wird - ebenfalls einmal im Jahr - kontrolliert, ob die Kühe dort mit reinem Bio-Futter und ohne Gentechnik gefüttert werden und auf wieviel Platz und Weide die Milchkuh lebt. Nachgewiesen werden muss unter anderem auch, dass die Öko-Flächen biologisch gesund erhalten und gedüngt werden, also weder chemisch-synthetischen Pestizide noch Kunstdünger zum Einsatz kommen.

Die Regeln für die Bio-Kontrolle werden ständig an den Stand der Praxis und Forschung angepasst sowie auf die allgemeine Lebensmittelkontrolle abgestimmt. Ab 2022 tritt ein neues Bio-Recht in Kraft, das derzeit erarbeitet wird.

Foto: bauerngarten

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