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Pressemitteilung

BÖLW-Petition: Agro-Gentechnik verhindern, Zulassung stoppen!

Berlin, 28.03.2011 | In einer öffentlichen Petition fordert der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für ein Zulassungsverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen einzusetzen. „Der Anbau nicht ausreichend sicherheitsbewerteter Gen-Pflanzen ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt und muss endlich gestoppt werden!“, fordert Felix Prinz zu Löwenstein, Petent und Vorstandsvorsitzender des BÖLW. Die Industrie hat in Brüssel für 28 Gentechnik-Pflanzen Anbauzulassungen beantragt. Drei Pflanzen stehen unmittelbar vor der Zulassung.

Hauptkritikpunkt der Petition ist die mangelhafte und unzureichende Prüfung gesundheitlicher, ökologischer und sozio-ökonomischer Risiken der Gen-Pflanzen im Rahmen des EU-Zulassungsverfahrens. Bei den Prüfverfahren der zuständigen europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fehlen unabhängige Untersuchungen zu Langzeiteffekten der Gen-Pflanzen auf Umwelt und Gesundheit ebenso wie eine sozio-ökonomische Bewertung. „Grundlage für die Prüfung der Gen-Pflanzen sind vor allem die Berichte der Antrag stellenden Unternehmen, nicht jedoch unabhängige Studien. Das ist keine vertrauenswürdige wissenschaftliche Bewertung!“, so Löwenstein. Unabhängige Studien werden von den Unternehmen verhindert, da sie kritischen Wissenschaftlern den Zugang zu ihrem patentierten Saatgut verwehren. „Die Bundesregierung muss sich deshalb in Brüssel entschieden gegen die Zulassung weiterer Gen-Pflanzen wenden.“

Bis zum 19. April müssen 50.000 Bürgerinnen und Bürger die Petition zeichnen. Dann kann der BÖLW das Thema im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages selbst vortragen und der Ausschuss muss es öffentlich diskutieren. „Die Bevölkerung steht hinter uns. Umfragen zeigen immer wieder, dass der Großteil der Deutschen keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller möchte.“, weiß Löwenstein. Er fordert deshalb alle, die diese Meinung teilen auf, ihrer Haltung eine Stimme zu geben und die Petition zu unterzeichnen. Für den Fall, dass ein Zulassungsstopp auf EU-Ebene nicht durchsetzbar ist, fordert der BÖLW von der Bundesregierung, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um den Anbau in Deutschland auf nationaler Ebene zu verbieten.1268 Zeichen. Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten.

Alle Infos zur Petition finden Sie unter www.boelw.de/petition


2148 Zeichen. Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Peter Röhrig
Geschäftsführender Vorstand

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

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