Zum Inhalt springen
Pressemitteilung

Deutsche Rohware wird knapp im wachsenden Bio-Markt

Berlin/Nürnberg, 15. Februar 2006 | Der deutsche Bio-Markt boomt weiter: 2005 wuchs der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln um 14% auf etwa 4 Milliarden Euro. Schwierige politische Rahmenbedingungen erschweren eine Ausdehnung des Bio-Anbaus im selben Maße. Folge: Deutsche Rohware wird knapp.

„Zwar nahm im Jahr 2005 die Zahl der Bio-Betriebe wieder leicht zu und die ökologisch bewirtschaftete Fläche wuchs um 5% auf über 800 Tsd. Hektar, dennoch lief das Marktwachstum dieser Entwicklung davon und das Angebot an heimischer Ware wurde erstmals knapp“, so Dr. Götz Rehn, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Zunehmende bürokratische Hürden, die Streichung der Umstellungsförderung in einigen Bundesländern und die vorgesehene Kürzung der Agrarumweltprogramme, mit denen auch der Ökologische Landbau gefördert wird, wirken hemmend auf umstellungswillige Landwirte und unterbinden die notwendige Planungssicherheit.

Mit einem Anteil von 30% am europäischen Bio-Markt, ist der deutsche Bio-Markt der größte innerhalb der EU. „Es wäre bedauerlich diesen Markt nicht mit einheimischer Ware zu bedienen“, so Rehn, „können mit dem Ökologischen Landbau doch gleichzeitig in herausragender Weise gesellschaftliche Ziele erreicht werden: Er erzeugt gesunde und schmackhafte Lebensmittel, schafft zusätzliche Arbeitsplätze im ländlichen Raum, schützt Umwelt und Tiere und gestaltet eine vielfältige Landschaft.“ Sollen die Steuermittel effizient eingesetzt werden, mit denen diese Leitungen der Landwirtschaft honoriert werden, dann muss die Politik dafür sorgen, dass möglichst viele Landwirte auf Öko-Anbau umstellen können. „Deshalb irrt Minister Seehofer, wenn er konventionelle und Bio-Betriebe als gleich zu behandeln ansieht“, befindet Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW.

Die Nachfrage nach Bio wächst, weil der Verbraucher mehr und mehr auf Qualität, Geschmack und Herkunft seiner Lebensmittel achtet. Die zunehmende Zahl der Verkaufsstätten und das größer werdende Sortiment erleichtern dem Verbraucher den Bio-Einkauf. Neben dem konventionellen Einzelhandel konnte auch der Bio-Fachhandel starke Umsatzzuwächse verbuchen. So legten die Bio-Supermärkte zwischen 15 und 25% im Umsatz zu und der Bundesverband Naturkost Naturwaren verzeichnete für den Naturkostgroßhandel 15% Wachstum im Jahr 2005.

Die Zahlen wurden auf der Bilanzpressekonferenz des BÖLW anlässlich der Eröffnung der BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, vorgestellt. Die ausführlichen Bilanz-Daten finden Sie unter http://www.boelw.de/oekobranche.html.


2260 Zeichen, Pressemitteilung vom 15.2.2006
Veröffentlichung honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten

 

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.)
Dr. Alexander Gerber
Marienstraße 19-20, 10117 Berlin
Tel. 030 – 28482 -300, Fax 030 – 28482-309
Email: info@boelw.de, Internet: www.boelw.de
Ansprechpartner: Dr. Alexander Gerber, 0176 24050949


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

20JahreBOELW.jpg
Pressemitteilung

20 Jahre BÖLW: „Bio ist Herz und Puls des Umbaus“

Öko als Erneuerbare Energie der Ernährungswirtschaft macht Lebensmittelproduktion jetzt krisenfest / 30 % Bio-Ziel wichtiger denn je
 | 

BÖLW und Bundesminister Özdemir bekräftigten 30 % Bio-Ziel für 2030 – für eine resiliente Ernährungswirtschaft, Umwelt-, Tier- und Klimaschutz.

Tier_Haltung_pig-1644093_1920.jpg
Pressemitteilung

Artgerechte Schweinehaltung geht nur mit Ringelschwanz

Bundesregierung muss beim Umbau der Tierhaltung ambitionierter sein als Borchert-Kommission
 | 

BÖLW mahnt, die Haltung an das Tier anzupassen statt andersherum. Bei der Tierhaltungskennzeichnung sollte es, wie beim Ei, eine klare Unterscheidung geben.

pexels-dave-karani-9264049.jpg
Pressemitteilung

Bürgerinnen und Bürger gegen Gentech-Eier und für Transparenz

Diskussion um Kennzeichnung
 | 

Europa hat eine passende und moderne Regulierung für Gentechnik.