Zum Inhalt springen
EU-Agrarpolitik_Reform2020_cow-929632_1920.jpg
  • Presse
  • Meldungen
  • Artikel
Pressemitteilung

Ernährungssouveränität: Anders produzieren statt mehr produzieren

Bio-Spitzenverbände aus Frankreich und Deutschland zum Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs

Berlin, 10.03.2022. Heute und morgen treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU in Versailles, um die Folgen des Krieges für die Ernährung zu diskutieren und die die Selbstversorgung Europas zu stärken.

Die französischen und deutschen Bio-Spitzenverbände warnen in einem offenen Brief vor dem Risiko, den zaghaft begonnen Umbau der Landwirtschaft zu opfern und Abhängigkeiten zu verschärfen. Denn eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft würde zu mehr Importen aus Russland führen.

Pierrick De Ronne, Präsident des französischen Bio-Dachverbands La Maison de la Bio macht deutlich: "Wir müssen einen groß angelegten Übergang unserer Landwirtschaft und unserer Ernährung einleiten, der die Souveränität, aber auch die Ökologie, den Klimawandel und die sozialen Auswirkungen berücksichtigt."

Tina Andres, Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), sagt: "Eine atemlose agrarindustrielle Strategie zu verfolgen, verhindert unsere Ernährungssouveränität aufzubauen. Es gibt also nichts zu gewinnen auf diesem Weg, dessen Auswirkungen auf Gesundheit, Umwelt und Soziales wir kennen. Stattdessen müssen wir unser Landwirtschaftsmodell und unsere Ernährung grundlegend umgestalten. Die EU-Strategie "Farm to Fork" muss ambitioniert umgesetzt werden. Und das 25 % Bio-Ziel muss schnell erreicht werden.

Wir fordern die EU-Institutionen auf, die Ziele der "Farm to Fork-Strategie“ zu stärken. Eine Strategie, die es ermöglicht, den notwendigen Wandel in der Agrar- und Ernährungswirtschaft einzuleiten, um die strategische Autonomie der EU zu stärken und die Herausforderungen der ökologischen Krise zu bewältigen.

Den offenen Brief finden Sie hier https://www.boelw.de/news/farm-to-fork-strategie-umsetzen-um-selbstversorgung-zu-sichern-und-klima-und-artenschutz-zu-verbessern/.

Alle BÖLW-Meldungen auf www.boelw.de/presse/meldungen/.


1.669 Zeichen, Veröffentlichung honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten, Kontakt: presse[at]boelw.de, Tel. +49 30 28482-307. Ein Foto von Tina Andres finden Sie zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit dieser Meldung auf https://www.boelw.de/service/mediathek/personen/.

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeugerinnen, Verarbeiter und Händlerinnen von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von rund 52.000 Bio-Betrieben 15,87 Mrd. € umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind unter anderem: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Biokreis, Bioland, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe. Wer wir sind: https://www.boelw.de/ueber-uns/mitglieder/  

ÖkoFeldtage19_26.jpg
Pressemitteilung

Treffpunkt Öko-Feldtage 2022: Innovativ und vielfältig - für eine Landwirtschaft der Zukunft

Der BÖLW begrüßt als Schirmherr
 | 

Vom 28. bis 30. Juni 2022 Bio live erleben auf den dritten bundesweiten Öko-Feldtagen im hessischen Villmar.

220609_PM_HubertHeigl.png
Pressemitteilung

Hubert Heigl zum BÖLW-Vorstand für Landwirtschaft gewählt

Großer Dank für langjährigen Landwirtschaftsvorstand Alexander Geber
 | 

Der 58-jährige Agraringenieur betont: "Die aktuellen Krisen zeigen, wie wichtig die Transformation der Land- und Lebensmittelwirtschaft ist."

Tier_Ferkelstall_ec_organic.jpg
Pressemitteilung

BÖLW begrüßt Pläne des BMEL zur Tierhaltungskennzeichnung

Bundesregierung muss für die Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung sorgen
 | 

Verpflichtende Kennzeichung von Fleisch ist richtig und gibt Planungssicherheit. Die Finanzierung des Umbaus gelingt mit einer Fleischabgabe, die nun…