Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbands, zur Beirat-Stellungnahme „Gemeinsame Agrarpolitik und Wiederherstellungsverordnung zusammen denken“:
„Die europäische Politik muss gerade in Zeiten knapper Kassen für gesellschaftliche Akzeptanz der Agrarförderung sorgen. Die Landwirtschaft steht im Ruf, auf Kosten der Artenvielfalt und des Klimas zu wirtschaften; sie steht bei vielen Menschen für Tierleid und gefährliche Rückstände. Das darf nicht so bleiben!
Deutschland muss sich bei der Verteilung der GAP-Milliarden der EU-Steuerzahlerinnen und -Steuerzahler dafür einsetzen, dass diese an Umweltleistungen seitens der Empfänger geknüpft werden. Die Forderung des Beirats, darüber hinaus Anreize zu finanzieren, damit Landwirtinnen und Landwirte einkommenswirksam im Einklang mit der Natur wirtschaften können, greift eine Forderung der Bio-Branche auf. Damit Deutschland sein Nachhaltigkeitsziel von 30 Prozent Öko-Landbau erreicht, braucht es solche Anreize. Die Landwirtschaft kann ihrer Verantwortung für die Umwelt nicht zum Nulltarif gerecht werden!
Den Ökolandbau würdigt der Beirat in seiner Stellungnahme als „sinnvollen Baustein einer abgestimmten und ganzheitlichen Strategie in der Agrarumweltpolitik“. Mit einer stärkeren Förderung des Ökolandbaus würde Deutschland also aus wissenschaftlicher Sicht seiner umweltpolitischen Verantwortung gerecht. Gleichzeitig würde Minister Alois Rainer damit seiner Verantwortung für Heimat gerecht: Die Bio-Branche gibt rund 400.000 Menschen vor allem in ländlichen Regionen Arbeit – und schafft dabei Produkte, die Konsumentinnen und Konsumenten immer mehr nachfragen.”




