Berlin, 13. Januar 2026. In einer Resolution zur Grünen Woche fordern 45 deutsche Verbände die Ablehnung der neuen EU-Verordnung zur Gentechnik. Bio-Verbände wie der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Verbraucherschützer wie der Verbraucherzentrale Bundesverband, Umweltverbände wie die DUH oder Greenpeace sind ebenso dabei wie der Deutsche Tierschutzverband, die Katholische Landvolkbewegung Deutschland oder die Freien Bäcker.
Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbandes BÖLW, kommentiert:
„Die Verordnung zur neuen Gentechnik, die aktuell in Brüssel auf dem Tisch liegt, droht den europäischen Verbraucherschutz zu entkernen. Zentrale Versprechen der Europäischen Union an seine Bürgerinnen und Bürger wie das gesetzlich verankerte Vorsorgeprinzip stehen auf dem Spiel.
Gentechnisch veränderte Pflanzen sollen ohne jede Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung in die Umwelt und auf den Lebensmittelmarkt entlassen werden können. Mehr Gentechnik bedeutet auch mehr Patente auf Saatgut: Multinationale Chemiekonzerne könnten so die Kontrolle über unsere Ernährung übernehmen – mit massiven Wettbewerbsnachteilen für die deutsche mittelständische Züchter-Branche.
Wir rufen die Europaabgeordneten dazu auf, diesen Irrsinn zu stoppen. Wir fordern Transparenz und Wahlfreiheit, Risikoprüfung und sicheren Zugang zu Saatgut, um den Herausforderungen angesichts der Klimakrise begegnen zu können. Ökolandbau braucht dazu keine Gentechnik.“
Hintergrund:
Resolution zur Grünen Woche 2026: Gesetzesentwurf zu neuen Gentechniken ablehnen!




