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Pressemitteilung

Ökolandbau bietet Chancen für Bauern, Umwelt & Klima weltweit

Bio-Bewegung und BMZ nutzen Öko-Potential in der Entwicklungszusammenarbeit

Berlin, 14.02.2018. Bio bietet weltweit Chancen für Bauern, Umwelt und Klima. Bereits heute zeigen Millionen Landwirte weltweit wie sie mit Ökolandbau unter schwierigen Bedingungen Erträge und somit Einkommen stabilisieren, Jobs schaffen und Menschen bessere Perspektiven in den ländlichen Gebieten in ihrer Heimat geben können. Ein wichtiger Grund für die globale Bio-Bewegung, Wissenschaft und Politik, Bauern weltweit in ihrer Bio-Kompetenz zu stärken. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt unter anderem auf die Stärkung des Ökolandbaus in Afrika. 

Helmy Abouleish, Geschäftsleiter der SEKEM Initiative in Ägypten beschreibt, welche Rolle Öko-Wissen für die Entwicklungszusammenarbeit spielt:

"Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern haben wir in Ägypten über 800 Bauern bei der Umstellung auf biologisch-dynamische Landwirtschaft geholfen. Dadurch haben sie ein sicheres Einkommen, ein gesundes Arbeitsumfeld und profitieren von regelmäßigen Fortbildungen und Wissensaustausch. Die biologisch-dynamische Agrikultur bietet nicht nur Lösungen für die vielen ökologischen Herausforderungen, sondern gleichzeitig auch wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche und menschliche Entwicklung - ganz im eigentlichen Wort-Sinn der Agri-Kultur. Durch den Wissensaustausch und die Öko-Landwirtschaft entsteht ein fruchtbarer Boden für die Entwicklung nachhaltiger Gemeinschaften, in denen Menschen in Harmonie mit der Natur leben und sich ganzheitlich entfalten können. Die Absichtserklärung, die SEKEM dazu mit dem BMZ unterschrieben hat, ist ein bedeutsames öffentliches Zeichen für dieses gemeinsame Anliegen."

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des deutschen Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), betont die Chancen von Öko für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Ernährung weltweit:

„Der Ökologische Landbau hat über viele Jahrzehnte Erfahrung gesammelt, wie man natürliche Regelmechanismen intelligent nutzt. Gerade die Kleinbauern in den Ländern des Südens können mit ökologischen Methoden höhere und sichere Erträge erzielen – ohne durch teure Produkte der chemischen Industrie tiefer in die Verschuldungsfalle getrieben zu werden. Nicht anders als bei uns sichern diese Methoden auch dort die natürlichen Lebensgrundlagen – wie Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und sauberes Trinkwasser. Es ist deshalb richtig, wenn die Bundesregierung dem Ökolandbau Priorität für die landwirtschaftliche Entwicklung einräumt.“

Markus Arbenz, geschäftsführender Direktor der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM - Organics International), beleuchtet die fruchtbare Kooperation zwischen Branche und Politik aus globaler Perspektive:

„Die afrikanische Bio-Bewegung begrüßt die Initiative des BMZ, überregionale Wissenszentren aufzubauen. Es ist ihr dabei wichtig, dass nicht nur ein Technologietransfer von Nord nach Süd und von Wissenschaft zu Praxis stattfindet, sondern dass lokales und traditionelles Wissen gestärkt wird. Die Landwirte sollen ganz praktisch und auch voneinander lernen, wie erfolgreich ökologische Landbausysteme entwickelt werden können. Das stärkt die afrikanischen Landwirte vor Ort.“

Foto: sekem.com


Presse-Ansprechpartner

Helmy Abouleish:  Geschäftsleiter SEKEM, erreichbar über SEKEM Europe GmbH, Christine Arlt, E-Mail: Christine.Arlt[at]Sekem.com

BÖLW: Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender BÖLW, Tel. +49 171 3035686, BÖLW-Pressestelle, Joyce Moewius, Tel. +49 177 2701582, E-Mail presse[at]boelw.de,

IFOAM: Markus Arbenz, Direktor IFOAM – Organics International, Tel. +49 228 9265010, +49 160 8041557, E-Mail m.arbenz[at]ifoam.bio


Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken wurden 2016 von über 37.000 Bio-Betrieben 9,48 Mrd. Euro umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Bioland, Biokreis, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

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