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Endlich auch mehr Bio-Ackerland

Produktionsstruktur im deutschen Ökolandbau 2016

Die Bio-Fläche wuchs 2016 um rund 162.000 ha, so stark wie schon seit einigen Jahren nicht. Auch die Öko-Ackerflächen legten nach fünf Jahren mit 65.000 ha erstmals wieder deutlich auf nun 510.000 ha zu. Dazu beigetragen haben die neuen Bio-Milchviehbetriebe, die zur eigenen Futterversorgung auch ihre Ackerfläche umstellten. Trotz steigender Nachfrage nach Bio-Ackerfrüchten gab es nur wenige Umsteller unter den reinen Ackerbaubetrieben.

Die Bio-Grünlandflächen wurden 2016 um 90.000 ha ausgedehnt und stellten mit 690.000 ha rund 55 % der gesamten deutschen Öko-Fläche. Die Flächen für Dauerkulturen und Streuobst wuchsen auf 19.000 bzw. 22.000 ha an. Auch die Getreideflächen legten nach dem Anstieg im Jahr 2015 auch 2016 weiter zu. Insgesamt bestellten die heimischen Bio-Bauern 242.000 ha ihrer Äcker mit Öko-Getreide, das waren insgesamt 3,8 % der deutschen Getreideflächen.

Die Nachfrage nach Bio-Getreide wuchs insbesondere mit den neu umgestellten tierhaltenden Betrieben. Die Erntemengen stiegen 2017 auf 765.000 t an, allerdings blieben die Qualitäten durchwachsen, sodass nur ein Teil zum Backen verwendet werden kann. Ohnehin lagen die Bio-Getreideimporte im Wirtschaftsjahr 2016/17 bei rund 25 % des hier verwendeten Getreides, bei Weizen (inkl. Dinkel) waren es sogar 31 %. Auch die Bio-Gemüseflächen zeigten, wie schon in den Vorjahren, ein starkes Wachstum. Die Anbauflächen wurden um 15 % ausgeweitet, während die Erntemenge um 18 % stieg und erstmals über 300.000 t lag. Bio-Gemüse machte damit etwa 8 % der gesamten Gemüseproduktion aus. Die größten Zuwächse wurden bei Möhren, Rote Bete, Kürbis und Buschbohnen verzeichnet.

Hohe Bio-Anteile wies auch der Strauchbeerenanbau auf: 28 % der deutschen Strauchbeerenflächen wurden ökologisch bewirtschaftet, wobei der Bio-Anbau andere Schwerpunkte hatte. Während im konventionellen Beerenanbau Heidelbeeren auf einem Drittel der Flächen standen, waren im Bio-Anbau Aronia, Holunder und Sanddorn die wichtigsten Kulturen.

In der Tierhaltung hatten Schafe und Rinder die höchsten Bio-Anteile, wobei die Fleischrinder- und Schafhalter häufig extensive Flächen bewirtschaften und nicht alle Produkte oder Zuchttiere tatsächlich auf dem Bio-Markt verkauft wurden. Deutlich zugenommen hatten – wie schon in den Vorjahren – Legehennen- und Masthähnchenbestände. Während der Bio-Anteil bei der Eierproduktion inzwischen 10,5 % erreichte, waren es beim Geflügelfleisch nur gut 1 %. Bei den Schweinen lag der Bio-Anteil unter einem Prozent. Die Zahl der Bio-Mastschweine und der Zuchtsauen konnte 2016 und auch 2017 wieder ausgeweitet werden, sodass der Markt im Herbst 2017 erstmals nach drei Jahren nicht mehr unterversorgt war.

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