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Immer bedeutsamer: Öko-Ackerland

Produktionsstruktur im deutschen Ökolandbau 2018

Berlin, 12.02.2020. Im dritten Jahr in Folge stellten die deutschen Landwirte auch 2018 besonders viel Fläche auf ökologische Bewirtschaftung um: Es kamen etwa 148.000 ha dazu, was ein Plus von 11 % ausmachte. Insbesondere die Ackerflächen weiteten die Öko-Landwirte kräftig aus. Anders als in den Vorjahren, als Ackerflächen vorrangig bei Vieh haltenden Betrieben umgestellt wurden, entschieden sich 2018 auch viele reine Ackerbaubetriebe für Bio.

Mit einem Plus von 32.000 ha dehnten die Landwirte ihre Bio-Getreideflächen 2018 nochmals stärker aus als im Vorjahr, als 28.000 ha dazukamen. Insgesamt wuchsen 2018 auf rund 4,9% der deutschen Getreideflä-chen Bio-Weizen, -Hafer und Co. Durch die neuen Bio-Flächen überschritt die 2018er Bio-Getreideernte trotz der Trockenheit mit 849.000 t leicht die Erntemenge von 2017 und machte insgesamt rund 2,5% der deutschen Getreideernte aus. Das höhere Angebot an Futtergetreide und Eiweißfuttermitteln ermöglichte eine bessere Eigenversorgung; so musste 2018 und 2019 weniger Bio-Getreide importiert werden. Auch 2019 stellten die Bäuerinnen und Bauern weitere Ackerflächen um. Die Erntemenge beim Bio-Getreide stieg so auf knapp 1 Mio. t an.

Die Anbauflächen für Bio-Ölsaaten wurden 2018 um 36% ausgeweitet. Auf insgesamt 17.800 ha wuchsen in Deutschland mittlerweile Bio-Ölsaaten. Sojabohnen bauten die Bio-Landwirte auf 5.900 ha an. Die große Nach-frage nach einheimischen Ölsaaten trug ebenso zum Flächengewinn bei wie immer mehr Erfahrung im Anbau dieser für den Öko-Landbau schwierigen Kulturen.

Bio-Gemüse bauten Öko-Gärtner im Freiland 2018 auf insgesamt 13.995 ha an, das waren 265 ha mehr als im Vorjahr. Die Erntemenge ging 2018 dagegen um 44.555 t zurück - von insgesamt 319.112 t im Jahr 2017 auf 274.557 t im Jahr 2018. Vielerorts dezimierte die starke Trockenheit die Ernte in diesem extremen Sommer, denn nicht überall konnte Feldgemüse bewässert werden.

Wie in den Vorjahren erweiterten die Öko-Tierhalter ihre Bio-Masthähnchen- und -Putenbestände auch in 2018. Während bereits 11 % aller gelegten Eier von Bio-Hennen stammten, lag der Bio-Anteil beim Geflügelfleisch bei nur etwa 1,4%. Und obwohl 2018 16% mehr Schweine auf Bio-Höfen gehalten wurden und ihre Anzahl auf insgesamt 157.000 anstieg, machte das nur knapp 1% der gesamten Schweinehaltung in Deutschland aus. 2019 blieben die Bio-Schweinebestände eher stabil. Vergleicht man den Bio-Anteil der verschiedenen Fleischsorten am Gesamtmarkt, lagen Schaf- und Ziegenfleisch 2018 vorn.

Autorin: Diana Schaack, Agrarmarkt Informations-GmbH

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