Zum Inhalt springen
Tier_Haltung_cows-1086048_1280.jpg
Artikel

Öko-Landwirte erlösten 2017 rund 12 % mehr

Verkaufserlös der Bio-Landwirtschaft in Deutschland

Berlin, 13.02.2019. 2017 erlösten deutsche Bio-Bauern 12 % mehr als im Vorjahr und steigerten ihre Verkaufserlöse auf insgesamt 2,2 Mrd. €. Das starke Plus ging vor allem auf das Konto der tierischen Produkte, bei denen auch 2017 sowohl die Produktion ausgedehnt wurde und teilweise auch die Preise stiegen. Bio-Milch war mit Abstand das erfolgreichste Produkt und lag mit einer höheren Milchanlieferung bei einem Erlösplus von 21 %. Auch Bio-Gemüse und -Getreide trugen durch größere Ernten wesentlich zu den gestiegenen Verkaufserlösen bei.

Milch war 2017 mit 468 Mio. € der mit Abstand wichtigste Erlösbringer unter den Bio-Rohstoffen. Auf den weiteren Rängen folgen Bio-Eier, -Gemüse und -Getreide mit Erlösen zwischen 286 und 259 Mio. €. Seit 2016 stellten viele Landwirte auf die Bio-Milchproduktion um, wodurch die Milchanlieferung seit Abschluss der Umstellung deutlich anstieg. Die Preise für Bio-Milch zeigten sich weitgehend stabil, sodass die Verkaufserlöse der Landwirte mit Bio-Milch auch 2018 und 2019 weiter zunehmen dürften.

Die Bio-Eierproduktion legte weiter zu und erreichte 2017 einen Anteil von mehr als 11 % an der gesamten Eierproduktion; bei den Erlösen stieg der Bio-Anteil auf 21 %. 13 % aller Öko-Verkaufserlöse stammten aus der Bio-Eierproduktion, im konventionellen Sektor lag der Anteil bei nur gut 2 %. Die Bio-Gemüseernte 2017 überstieg die große Vorjahres-Ernte um weitere 14 %. Das höhere Angebot konnte aufgrund der mitwachsenden Nachfrage zu stabilen Preisen vermarktet werden. Insbesondere die Bio-Fruchtgemüse aus dem Unterglasanbau und die -Kohlgemüsearten trugen mit größeren Erntemengen zu mehr Erlösen bei.

Die kleine Apfelernte wurde zwar zu höheren Preisen verkauft, die Bio-Apfelbauern fuhren 2017 insgesamt trotzdem weniger Erlöse ein als im Jahr zuvor. 2018 dürfte aber aufgrund einer größeren Erntemenge wieder Entspannung im Bio-Apfelanbau eingetreten sein.

Die Erlöse aus dem Bio-Ackerbau veränderten sich in den vergangenen Jahren wenig. Der Zuwachs an Öko-Ackerflächen führte 2017 allerdings zu einem Erlös-Plus. Dieser Trend dürfte sich mit weiterer Umstellung in 2018 fortgesetzt haben – das betrifft sowohl Bio-Getreide als auch -Zuckerrüben, die ebenfalls stärker nachgefragt wurden.

Mit der Ausweitung der Rinder- und Schweinebestände stiegen auch die Erlöse der Bio-Tierhalter. Insbesondere die Schweinebestände wurden 2017 ausgedehnt. Auch die Bio-Rindermäster stallten mehr auf, da die Tiere mit jedem Jahr besser gebündelt und auch als Bio-Rinder vermarktet werden können.

Insgesamt erzielten Bio-Bauern einen Anteil von 4,9 % der Verkaufserlöse der gesamten Landwirtschaft. Die konventionellen Landwirte erreichten 2017 ebenfalls bessere Ergebnisse mit ihren Produkten und erlösten 45,3 Mrd. € bzw. 10 % mehr als 2016. Die tierischen Produkte trugen in der konventionellen Landwirtschaft überdurchschnittlich zu den gestiegenen Verkaufserlösen bei. Milch war mit 11,4 Mrd. € der größte Umsatzträger, Schweinefleisch folgt mit 8,2 Mrd. € und Getreide mit 5,0 Mrd. €.

Weitere passende Beiträge

BioFAQ_Grundlegendes_Spielberger-2.jpg
Pressemitteilung

Historisches Bio-Plus: Kunden & Öko-Branche bauen um - Politik muss nachziehen

Branchenbilanz der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft 2021
 | 

Das historische Bio-Plus zeigt: Die Kundinnen, Bauern und Lebensmittelunternehmen bauen die Land- und Lebensmittelwirtschaft längst um.

00_Branchenreport_2021_Titel_ImFokus.png
Artikel

Umbauen. Gemeinsam. Wirksam.

Transformation und Zusammenarbeit
 | 

Krisen wie Klimakatastrophen, Arten- und Höfesterben oder Pandemien bewältigen wir nur gemeinsam, anders geht es nicht. Das Zauberwort: Zusammenarbeit.

Tier_Haltung_ec_organic.jpg
Artikel

84.930 neue Bio-Hektar und 1.303 neue Öko-Höfe

Öko-Fläche und Zahl der Bio-Betriebe
 | 

Über 8.000 Höfe stellten in den letzten 5 Jahren auf Bio um. 2020: Der Bio-Flächenanteil liegt bei 10,2 %, jeder achte Hof wirtschaftet ökologisch.