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Umbauen. Gemeinsam. Wirksam.

Transformation und Zusammenarbeit

Berlin, 17.02.2021. Immer mehr Menschen nehmen Zukunftsfragen fest in den Blick. Ob Fridays for Future, Naturschützerinnen, Volksbegehren für Artenvielfalt, Tierrechtler, Think tanks oder Unternehmerinnen, die auf Nachhaltigkeit setzen: Mit Rückenwind aus der Wissenschaft gestalten sie bereits die Transformation, die wir für eine gesunde Umwelt und Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft brauchen. Für mehr Schlagkraft kommt es jetzt darauf an, Kräfte weiter zu bündeln.

Große Krisen wie Klimakatastrophen, Arten- und Höfesterben oder Pandemien bewältigen wir nur gemeinsam, anders geht es nicht. Deswegen heißt das Zauberwort für alle, die etwas bewegen möchten: Zusammenarbeit. Damit Zusammenarbeit gelingt, braucht es einen scharfen Blick dafür, was Krisen wirklich verursacht. Es braucht systemische Lösungen für die komplexen Krisenursachen. Und es braucht Verständnis für die Perspektiven der anderen – und Kompromisse, die manchmal nicht einfach zu finden sind. Welche Schlagkraft ein starkes Bündnis innerhalb kurzer Zeit entwickeln kann, zeigt Fridays for Future, wo sich Menschen aus unterschiedlichen Gründen gemeinsam für Klimaschutz engagieren – ohne dabei ihre Identität aufzugeben. „Worin wir unsere Zukunft seh’n? Erneuerbare Energien!“, schallt es freitags immer wieder von Rostock bis München. Einen solchen Konsens brauchen wir auch für die Zukunft unseres Essens und die Art und Weise, wie es wird und muss, ist jetzt bereits klar: Nur, wenn alle mindestens Bio machen können, werden wir auf diesem Planeten auch in Zukunft noch Landwirtschaft betreiben und gute Lebensmittel produzieren. Ohne Naturzerstörung und ohne Klimaüberhitzung.

Für eine Ernährungswende brauchen wir viele – mit ihren Perspektiven, Erfahrungen, kritischen Anstößen, ihrem ermutigendem Zu- und entschiedenem Widerspruch: Die „Revoluzzer“ mit ihren „verrückten“ Ideen! Alle, die mit vielen kleinen Veränderungen im Alltag immer mehr Platz für Bio schaffen! Und jene, die auch im Großen in den Regalen auf Öko setzen! Jeder für sich wird die großen Ziele nicht erreichen können. Zu stark sind die Beharrungskräfte, zu gut eingerichtet die Industrien, deren Geschäftsmodelle die Zukunft verbauen. Die Politik muss ran und grundlegende Veränderungen anlegen. Doch ohne all jene, die vehement die Ernährungswende einfordern, wird das nichts. Nur wenn Umwelt- und Unternehmensverbände, Tierschützerinnen und (Bio-) Metzger, Kundinnen aus der Stadt und Bio-Bauern vom Land, Naturkosthändlerinnen und Unternehmen der konventionellen Lebensmittelwirtschaft an einem Strang ziehen, werden auch die Regierungen ambitionierter handeln müssen. Und wir können eine gute, nachhaltige Ernährung für alle, Artenvielfalt und Klimaschutz, vielfältige Strukturen in der Land- und Ernährungswirtschaft und Bio für alle in jeder Einkaufsstätte und in vielen Qualitäten von der Vision zur Realität werden lassen. Mit Bio stimmt die Richtung. Öko war schon immer ein Gemeinschaftswerk, denn Bäuerinnen und Bauern arbeiten Hand in Hand mit Lebensmittelherstellern und -händlerinnen. Und engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützen den Umbau auf der anderen Seite der Ladentheke.

Es ist an uns allen, das gemeinsame Ziel auszurufen, den besten Pfad dahin zu diskutieren und gemeinsam Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Am Ende kommt jeder dem Ziel so schneller näher als es einzeln möglich wäre. In guter, immer besserer Zusammenarbeit, in natürlichen oder auch ungewöhnlichen Allianzen liegt viel, zum Teil unbekanntes, Potenzial. Das wartet darauf, ausgeschöpft zu werden. Gerade jetzt, in der Pandemie und im Superwahljahr 2021, wenn viele Weichen neu gestellt werden.

Danke an alle, die dabei sind.

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