Berlin, 1. September 2026. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gratuliert Deutschland zu seinem vor 25 Jahren eingeführten Bio-Siegel. Das wabenförmige Achteck trat am 5. September 2001 unter der damaligen Ministerin Renate Künast in Kraft und weist heute mehr als 112.000 Produkte in Deutschland als bio-zertifiziert aus laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, von Brot über Saatgut bis zu Vogelfutter. Die Nutzung ist freiwillig; vorgeschrieben ist seit 2012 das Grüne-Blatt-Bio-Siegel der EU.
Tina Andres, Vorsitzende des Bio-Spitzenverbands, zum Geburtstag des deutschen Siegels:
„Bio ist eine Erfolgsgeschichte! Die Graswurzelbewegung ist in 25 Jahren aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft gewachsen: Dieser Erfolg ist auch einer des deutschen Bio-Siegels! Das staatliche Versprechen schafft Vertrauen – wo Bio draufsteht, ist Bio drin. Die fortwährend steigende Nachfrage zeugt davon: Von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2000 hat sich der Jahresumsatz mit Bio-Produkten verneunfacht auf 18,3 Milliarden Euro in 2025 – und ein Ende ist nicht absehbar, wie der Zuwachs um rund 4 Prozent im ersten Halbjahr zeigt.
Bio gibt Arbeit: Rund 400.000 Menschen beschäftigt die Branche in Deutschland. Innovationen wie Bio-Supermärkte, Bio-Automaten auf dem Land oder Lieferdienste für Bio-Produkte tragen dazu bei, dass das Wachstum sich fortsetzt.
Bio schafft Werte: Getreu seiner Philosophie, dass das Wirtschaften ökologisch sein muss, die Produkte gesund und sorgfältig hergestellt. Und es soll gerecht zugehen! Die Kosten für die Leistungen für die Allgemeinheit, vom sauberen Wasser bis zum Vogelschutz, dürfen nicht auf den Einzelnen abgewälzt werden – weder auf Erzeuger, noch Hersteller, noch Konsumierende.
Lieber Minister Rainer, heute dürfen wir Ihnen zum Bio-Siegel gratulieren. Sorgen Sie dafür, dass es weiter gedeiht – und mit ihm die Bio-Bäuerinnen und -Bauern, die Hersteller und Händler, die Natur und unsere Heimat!“
Hintergrund
Bio-Jahresumsätze in Milliarden Euro:
2000: 2,1 Mill. Euro; 2005: 3,9; 2010: 6; 2015: 8,62; 2020: 14,99; 2025: 18,3




