Zum Inhalt springen
Sonstige_Bundesregierung_reichstag-324982_1920.jpg
  • News
Pressemitteilung

GAP: Zusätzliche Umweltleistungen aller Höfe honorieren

Nach Parlament haben es Klöckner und Schulze in der Hand

Berlin, 10.06.2021. Die Abgeordneten im Deutschen Bundestag stimmen heute Abend (TOP 26, 21:15 Uhr) über die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2023 in Deutschland ab. Was für Bäuerinnen und Bauern auf dem Spiel steht, kommentiert Peter Röhrig, Geschäftsführer des BÖLW:

„Heute Abend entscheidet der Bundestag, welche Landwirtschaft sich in den kommenden Jahren für Bauern und Bäuerinnen lohnt. Nicht ausreichend bedacht haben die Abgeordneten von Union und SPD, dass die neuen Regeln ausgerechnet Öko-Höfe benachteiligen werden. Das ist absurd und fatal zugleich. Denn so würden genau die Betriebe unter die Räder geraten, die heute schon Klima, Gewässer und Artenvielfalt wirksam schützen und die Menschen mit heimischen Bio-Produkten versorgen.

Würden Bio-Höfe aufgeben müssen oder konventionelle Kollegen die Umstellung nicht wagen, dann erreicht Deutschland niemals seine Bio- und damit Umwelt- und Klimaziele. Das wäre ein großer Rückschritt statt des viel beschworenen Systemwechsels.

Lässt das Parlament die GAP-Gesetze so passieren, haben es Julia Klöckner und Svenja Schulze in der Hand. Die Bundesministerinnen müssen dafür sorgen, dass alle Betriebe zusätzliche Umweltleistungen honoriert bekommen. Diese wirklich letzte Chance müssen die Ministerinnen ergreifen, wenn es darum geht, die Agrarförderung in den nächsten Wochen konkret auszugestalten.“

O-Ton als Video: https://twitter.com/boelwtermine/status/1403046404696723457

O-Ton als Audio: https://www.boelw.de/fileadmin/user_upload/Audio/210610_BOELW_PeterRoehrig_GAPimBundestag.m4a

Hintergrund

Der BÖLW hat konkrete Vorschläge dafür vorgelegt, wie die Eco-Schemes gestaltet sein müssen, damit sie Bio-Bäuerinnen und -Bauern in ihrem Engagement für Klima- und Umweltschutz unterstützen. Dazu zählen Maßnahmen für eine verbesserte Situation für die Weidetierhalter bis hin zur Förderung einer klimaresilienten und -wirksamen Landwirtschaft. Mehr dazu lesen Sie hier https://www.boelw.de/service/mediathek/position/eco-schemes-und-agrarumweltmassnahmen-muessen-sich-sinnvoll-ergaenzen/.

Mehr zum Thema EU-Agrarpolitik auf https://www.boelw.de/themen/eu-agrarpolitik/reform-2020/

Alle Themen und Forderungen zur GAP und zum Umbau der Land- und Ernährungswirtschaft finden Sie im „BÖLW-Grundsatzpapier zur Bundestagswahl 2021“ auf www.boelw.de/btw21.

Alle Pressemeldungen auf https://www.boelw.de/presse/meldungen/.

1.053 Zeichen, Veröffentlichung honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten, Ansprechpartner: Pressestelle BÖLW, Joyce Moewius, + 49 30 28482-307, E-Mail: presse[at]boelw.de;

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeugerinnen, Hersteller und Händlerinnen von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von rund 51.600 Bio-Betrieben 14.99 Mrd. € umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Biokreis, Bioland, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Deutscher Tee & Kräutertee Verband, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Theresa Dühn
Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen

 +49 30 28482-311
duehn[at]boelw.de

Weitere aktuelle Beiträge

Sonstige_Bundesregierung_reichstag-324982_1920.jpg
Pressemitteilung

Scholz muss den Umbau anpacken: 30 % Bio ist Aufgabe der gesamten Bundesregierung

Umwelt schützen, gemeinsam Land- und Lebensmittelwirtschaft Perspektive geben
 | 

Für das 30 %-Ziel müssen alle Ressorts an einem Strang ziehen und 30 % der Mittel und Ressourcen konsequent in den Bio-Umbau investiert werden.

EU-Oeko-Verordnung_Kontrolle_BLE_DominicMenzler_2.jpg
Hintergrund

BÖLW zum taz-Artikel über die Bio-Kontrolle

Qualiifikation und Kapazitäten in Kontrollbehörden aufbauen
 | 

1,3 Mal werden Bio-Betriebe im Schnitt pro Jahr kontrolliert. Verstöße meldet die Kontrollstelle an die Kontrollbehörde, die sanktionieren kann.

EU-Agrarpolitik_Reform2020_ec_organic.jpg
Pressemitteilung

Pläne für Agrarreform gefährden 30 % Bio-Ziel

Länder müssen GAP-Entwürfe verbessern/ Bewährungsprobe für Özdemir
 | 

Das Problem mit den nationalen GAP-Regeln: Öko-Betriebe würden schlechter gestellt, anstatt den Höfen eine gute Perspektive zu bieten.