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Pressemitteilung

BÖLW fordert eine GAP-Reform, die zum 30% Öko-Ziel passt

Finanzen und Inhalte des nationalen Strategieplans unzureichend

Villmar/Berlin, 01.07.2022. Während der diversen Austausch- und Debattenformate, die anlässlich der Öko-Feldtage im hessischen Villmar stattfanden, forderte Tina Andres, Vorstandsvorsitzende Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), wiederkehrend eine dringend stärkere Unterstützung seitens der Politik, um Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Tina Andres kommentiert:

„Nicht nur auf den Öko-Feldtagen beweist die gesamte Bio-Branche ihre wegweisende Innovationskraft und Leistungsfähigkeit: Ob auf dem Acker, bei der Gerätetechnik oder im Forschungsstall.Das Ziel: Die großen Herausforderungen beim Klimaschutz, dem Erhalt der Artenvielfalt, beim Gewässerschutz und der artgerechten Tierhaltung meistern. Deshalb ist es richtig, dass sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt hat, bis 2030 30 % Öko-Landbau zu ermöglichen.

Um dieses Ziel zu realisieren, muss Agrarminister Cem Özdemir bei der nationalen Umsetzung der neuen EU-Agrarpolitik (GAP) die erforderlichen Mittel einplanen. Aktuell liegt die Bio-Fläche in Deutschland bei knapp 11 %. Wenn der Minister lediglich Finanzmittel vorsieht, die 3 % zusätzliche Bio-Fläche bis 2027 ermöglichen, rückt das 30 % Ziel in weite Ferne und die vielen veränderungsbereiten, konventionellen Betriebe erhalten keine Bio-Perspektive. Dass die finanziellen Anreize zur Umstellung auf Bio erhöht werden, ist wichtig, um die Leistungen von Bio für Klima, Biodiversität und saubere Gewässer angemessen zu honorieren.

Die GAP-Pläne müssen massiv verändert werden, um die strukturelle Benachteiligung der Bio-Bäuerinnen und -Bauern aufzulösen. Dazu zählt auch die Anerkennung der Umweltleistungen auf der gesamten bewirtschafteten Bio-Fläche und die Fortsetzung des bewährten Prinzips, dass Bio ‘Green by definition‘ ist.“

Foto Header: Kathrin Jäckel, BNN


Hintergrund

Der BÖLW begleitet den GAP-Prozess fachlich und politisch. Die BÖLW-Position zur GAP ab 2023 finden Sie hier:

https://www.boelw.de/themen/eu-agrarpolitik/reform-2020/artikel/was-fuer-30-bio-fehlt/

https://www.boelw.de/themen/eu-agrarpolitik/reform-2020/artikel/30-oekolandbau-in-deutschland-und-25-in-der-eu-bis-2030-ermoeglichen/

Alle BÖLW-Pressemeldungen finden Sie hier: https://www.boelw.de/presse/meldungen/  


2.178 Zeichen, Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten. Ansprechperson: Interim-Leitung BÖLW-Pressestelle, Saskia Horenburg, presse[at]boelw.de, +49 30 28482-307

Ein Foto von Tina Andres finden Sie zur Veröffentlichung im Zusammenhang mit dieser Meldung auf https://www.boelw.de/service/mediathek/personen/

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeugerinnen, Verarbeiter und Händlerinnen von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von rund 54.500 Bio-Betrieben 15,87 Mrd. € umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind unter anderem: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Biokreis, Bioland, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe. Wer wir sind: https://www.boelw.de/ueber-uns/mitglieder/

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