Zum Inhalt springen
EU-Agrarpolitik_Reform2020_agriculture-2475188_1920.jpg
  • Presse
  • Meldungen
  • Artikel
Pressemitteilung

Mit der GAP die Landwirtschaft krisensicher machen – heute und in Zukunft

BÖLW zur Agrarministerkonferenz

Berlin/online, 07.05.2020. Auf der Agrarministerkonferenz von Ländern und Bund unter Vorsitz des Saarlandes steht die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) auf der Agenda. Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert: 

„Die Agrarreform bedeutet angesichts des dramatischen Artensterbens, der bedrohlichen Klimakrise und des anhaltenden Höfesterbens die letzte Chance, die Landwirtschaft enkeltauglich zu machen. Wir fordern Bund und Länder deshalb auf, sich jetzt für eine enkeltaugliche GAP einzusetzen.

Mit den Agrarmilliarden müssen die Bäuerinnen und Bauern honoriert werden, die Umwelt und Klima schützen und die Vielfalt sowie regionale Wertschöpfungsketten stärken. Die Wissenschaft zeigt deutlich, dass die aktuelle GAP hier versagt.

Dass die EU mit dem Green Deal, der Farm to Fork- und der Biodiversitätsstrategie für eine bessere Landwirtschaftspolitik sorgen will, ist gut und drängt. Mit den Vorschlägen, die für die GAP aktuell auf dem Tisch liegen, würden die wichtigen und unaufschiebbaren EU-Ziele aber gerissen.

Wichtig ist, dass sich Julia Klöckner in Brüssel jetzt für eine ambitionierte GAP-Reform einsetzt. Nach dem Grundsatz ‚öffentliches Geld für öffentliche Leistungen‘ müssen mindestens 70 % der EU-Agrargelder in freiwillige, wirksame Umweltleistungen investiert werden.

Nur eine Landwirtschaft, die stärker auf regionale Lieferketten und Kreisläufe setzt und unsere Ressourcen schützt, sollte gefördert werden. Das zeigt nicht zuletzt die Corona-Krise deutlich.

Für die Übergangsphase zur neuen Agrarpolitik ist es entscheidend, dass besonders die Bauern, die mit Bio bereits enkeltauglich wirtschaften oder umstellen wollen, ausreichend unterstützt werden.“

Mehr zur GAP-Reform

Alle BÖLW-Presseinformationen finden Sie unter www.boelw.de/presse


1239 Zeichen (O-Ton), Veröffentlichung honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten, Ansprechpartner: BÖLW-Pressestelle, Joyce Moewius, Tel. +49 30 28482-307.

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von über 42.000 Bio-Betrieben fast 12 Mrd. Euro umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Bioland, Biokreis, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

BioFAQ_Lebensmittel_eggs-1467286_1920.jpg
Pressemitteilung

“Deutsche wollen Ernährungswende, Regierung muss handeln“

BÖLW zum Ernährungsbericht
 | 

Es braucht eine umfassende Ernährungsstrategie, die dazu beiträgt, die gesamte Wertschöpfungskette resilient zu machen.

Pflanze_Gesundheit_cornflowers-3542529_1920.jpg
Pressemitteilung

"Deutschland muss klaren EU-Auftrag erfüllen"

BÖLW zum Sondertreffen der Agrar- und Umweltministerkonferenzen zur EU-Agrarpolitik
 | 

Bundesregierung muss neue GAP nutzen, Landwirtschaft & Ernährung enkeltauglich zu machen. 70 % der Agrargelder in freiwillige Umweltleistungen investieren.

Zahlen_Fakten_Lebensmittel_ec_organic.jpg
Pressemitteilung

“In Bio investieren bedeutet in ein gesundes Europa investieren“

BÖLW zur Farm to Fork-Strategie
 | 

Mit der Farm to Fork-Strategie tut Europa das einzig Richtige: Land- und Lebensmittelwirtschaft und die Art, wie wir essen, enkeltauglich machen.