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Pressemitteilung

Ökolandbau ist effizient

BÖLW kritisiert den Industrieverband Agrar für unwissenschaftlichen Ertragsvergleich

Berlin, 14.01.2016. Der Industrieverband Agrar (IVA), die Lobbyvertretung der agrochemischen Industrie in Deutschland, behauptet, dass die Erträge im Ökolandbau weiter zurückfallen. Der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein, kommentiert:

„Der IVA missbraucht die Daten des Thünen-Instituts für pseudowissenschaftliche Propaganda. Denn die Testbetriebs-Daten, die für den Vergleich heran gezogen wurden, dienen dem Institut für einen betriebswirtschaftlichen Vergleich, geben jedoch keine Auskunft über naturräumliche oder klimatische Gemeinsamkeiten von Betrieben. Wenn der IVA die Erträge der Betriebe vergleicht, ohne deren Standortdaten zu berücksichtigen, vergleicht er Äpfel mit Birnen.

Völlig außen vor lässt der IVA die Tatsache, dass die intensive konventionelle Landwirtschaft erhebliche Zusatzkosten verursacht, weil Gewässer verschmutzt und dem Klimawandel mit schädlichen Emissionen eingeheizt wird, Artenvielfalt und fruchtbare Böden zerstört werden. Ökolandbau schützt Ressourcen und belebt den ländlichen Raum. Wenn man über Flächeneffizienz redet, darf man diese wesentlichen Aspekte der Wertschöpfung nicht vernachlässigen.

Wie man Erträge richtig vergleicht, hat 2014 die kalifornische Berkeley-Universität vorgemacht. Sie wertete über 100 Studien zu Ertragsunterschieden aus. Die Forscher bestätigten, dass Ertragsunterschiede vor allem auf Hochertragsstandorten bei Cash-Crops wie Weizen bestehen. Bei Futterpflanzen oder unter schwierigen Anbaubedingungen sind die Unterschiede zwischen Bio- und konventionellen Erträgen deutlich geringer. In vielen Regionen der Welt ernten Landwirte mit innovativen Systemen ökologischer Intensivierung mehr.“


1421 Zeichen, Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten. Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, +49 171 3035 686

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