Zum Inhalt springen
Sonstige_Grundsatzpapier_BTW2021.png
PositionBroschüre

BÖLW-Grundsatzpapier zur Bundestagswahl 2021

Superwahljahr in der Zeitenwende: Zeit zu handeln!

Berlin, 20.01.2021. Der massive Einfluss von Lebensmittelproduktion und -konsum auf Klima und Artenvielfalt verlangt die grundlegende Transformation der Lebensmittelwirtschaft und des dominierenden Ernährungsverhaltens in Deutschland. Das nachweislich mit Abstand nachhaltigste Produktionssystem ist die rechtlich klar definierte Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Bio wirkt gleichzeitig positiv auf entscheidende Ressourcen wie Biodiversität, Boden, Klima oder Wasser. Auf die Wirtschaft, indem Öko-Betriebe für resiliente Wertschöpfung im urbanen und vor allem auch ländlichen Raum sorgen. Und auf Ernährungsmuster: Denn wer Bio kauft, ernährt sich tendenziell auch gesünder. Bio punktet als Zehnkämpfer und bringt Nachhaltigkeit auf die Äcker und Weiden, in die Mühlen, Molkereien und Läden – in Deutschland und weltweit.

Dass sich immer mehr Regierende ambitionierte Öko-Ziele vornehmen, ist deshalb nur vernünftig. Nun müssen die Entscheider nur noch zupacken; und zwar überall dort, wo Stellschrauben für geeignete Rahmenbedingungen gedreht werden können.

In diesem Papier werden für die einzelnen Politikbereiche – gemäß den derzeitigen Bundesressorts und Ausschüsse des Bundestages – die jeweils relevanten Herausforderungen vorgestellt, sowie Maßnahmen und Instrumente, mit denen Akteure der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft noch besser zu deren Bewältigung beitragen können bzw. weitere Betriebe in der Lage sind, auf Bio umzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Das Papier beantwortet unter anderem folgende politische Fragen: Wie kann nachhaltiger gefördert werden, damit der Umbau von Land- und Lebensmittelwirtschaft gelingt? Wie können unfaire Wettbewerbsbedingungen korrigiert werden? Wie gelingt wirksame Ernährungsbildung? Was muss passieren, damit Gemeinschaftsgastronomie zu einem Pull-Faktor des Umbaus wird? Was braucht es für eine angemessene, effiziente und ausreichende Öko-Forschung und flächendeckende, ökologische Berufsbildungsangebote. Und wie gelingt es auch im globalen Maßstab, mit Öko die Entwicklungszusammenarbeit voranzubringen?

Alle Maßnahmen und Instrumente, die der BÖLW vorschlägt, basieren auf der wichtigen Prämisse, dass Steuergelder künftig nur noch in Programme und Strukturen investiert werden dürfen, die eine Produktion innerhalb planetarer Belastungsgrenzen unterstützen.

In ihrer Resolution vom 20.05.2021 Vom Acker bis zum Teller: Wirtschaft gemeinsam umbauen benennen die BÖLW-Mitglieder die zehn entscheidendsten Stellschrauben, an denen es für den Umbau der Land- und Ernährungswirtschaft zu drehen gilt.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

Weitere passende Beiträge

EU-Agrarpolitik_Reform2020_agriculture-2475188_1920.jpg
Stellungnahme

30 % Ökolandbau in Deutschland und 25 % in der EU bis 2030 ermöglichen

BÖLW zum Prüf- und Genehmigungsverfahren des GAP-Strategieplans der EU-Kommission
 | 

Verbesserungsbedarf: Von der Verankerung des 30 % Bio-Ziels im nationalen Strategieplan bis hin zu den Agrar-Programmen der Bundesländer.

Sonstige_Agrarministerkonferenz_microphone-704255_1920.jpg
Pressemitteilung

BÖLW zur Agrarministerkonferenz

Bio-Spitzenverband zu Folgen des Ukraine-Kriegs, GAP, „Brachflächen“, Zukunft der Tier-haltung, ASP
 | 

Bund und Länder müssen alle Hebel nutzen und mit 30 % Bio fatalen Folgen von Krieg, Klimakrise und Artensterben begegnen, indem Produktion resilient wird.

Pflanze_Duengung_BLE_DominicMenzler.JPG
Stellungnahme

GAP-Strategieplan verbessern, 30% Öko-Landbau bis 2030 ermöglichen

BÖLW zum GAP-Strategieplan
 | 

Das 30 % Bio-Ziel der Bundesregierung wird durch den jetzt vorgelegten Plan konterkariert. Der BÖLW zeigt die Schwachstellen auf.

EU_Agrarpolitik_Kuehe_Weide.jpg
Stellungnahme

GAP-Strategieplan nachbessern: für ein friedliches, soziales und umweltfreundliches Europa

Stellungnahme der Verbände-Plattform zu offenkundigen Schwachstellen des GAP-Strategieplans
 | 

Ernährungssicherung sowie Umwelt-, Tier- und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie sind für ein zukunftsfähiges und sicheres…

EU-Agrarpolitik_Reform2020_cow-929632_1920.jpg
Pressemitteilung

Ernährungssouveränität: Anders produzieren statt mehr produzieren

Bio-Spitzenverbände aus Frankreich und Deutschland zum Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs
 | 

Bio-Spitzenverbände fordern EU-Institutionen auf, Farm to Fork-Strategie anzupacken, um Autonomie der EU zu stärken und ökologischen Krise zu bewältigen.

BioFAQ_Biodiversitaet.jpg
Offener Brief

Farm to Fork-Strategie umsetzen, um Selbstversorgung zu sichern und Klima- und Artenschutz zu verbessern

Gemeinsamer Appell der deutschen und französischen Bio-Spitzenverbände
 | 

Jetzt den Umbau von Landwirtschaft und Ernährung anpacken, der Souveränität, aber auch Ökologie, Klimawandel und soziale Auswirkungen berücksichtigt.