Zum Inhalt springen
EU-Oeko-Verordnung_Pflanze_Demeter_EvaMueller.jpg
Pressemitteilung

Neues Bio-Recht: BÖLW begrüßt starke Signale für Verschiebung

Virus-Krise macht bereits in Verzug geratenen Zeitplan unmöglich

Berlin, 07.05.2020. „Die deutsche Bio-Branche begrüßt es sehr, dass sich die EU-Staaten und – vor allem auch Deutschland – und der Agrarausschuss des Europaparlaments mitsamt den zuständigen Berichterstattern für eine Verschiebung des Bio-Rechts stark machen“, kommentiert Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Nachrichten aus Brüssel.

Dass die Anwendung der neuen EU-Öko-Verordnung, die vergangenes Jahr in Kraft trat, erst ein Jahr später (ab 1.1.2022) gelten soll, ist aufgrund von Corona notwendig. Denn die Folgen der Virus-Krise machen den ohnehin knappen und in Verzug geratenen Zeitplan der EU-Kommission, nach dem die Detailregelungen fertig gestellt werden sollten, vollends unmöglich.

Die EU-Kommission hat das alleinige Recht, eine Änderung der Öko-Verordnung vorzuschlagen. Der EU-Gesetzgeber ist deshalb am Zug, das Votum von EU-Staaten und -Parlament aufzugreifen und einen entsprechenden Vorschlag abstimmen zu lassen.

Eine Verschiebung gibt den Verhandelnden Zeit und Gelegenheit, die noch ausstehenden Rechtsakte mit der notwendigen Gründlichkeit abzuschließen. Auf der Agenda stehen weiterhin sehr wichtige Themen wie die Öko-Kontrolle, Importe oder auch der Umgang mit Kontaminationen. „Schnellschüsse sollten verhindert werden, Qualität muss vor Geschwindigkeit gehen“, gibt der BÖLW-Geschäftsführer zu bedenken.

Auch Behörden, Kontrollstellen und Bio-Betriebe, welche die neuen Regeln auslegen, umsetzen oder kontrollieren müssen, hätten durch eine Verschiebung die Möglichkeit, sich mit ausreichendem Vorlauf darauf einzustellen – und können aktuell mit aller Kraft die Corona-Krise bewältigen, was für den systemrelevanten Sektor viel Arbeit bedeutet.

„Bis das neue Bio-Recht angewendet werden muss, gelten die bewährten Regeln der bestehenden Öko-Verordnung“, so Röhrig abschließend.

Mehr zum neuen Bio-Recht: https://www.boelw.de/themen/eu-oeko-verordnung/neues-biorecht/.

Alle BÖLW-Presseinformationen finden Sie unter www.boelw.de/presse

Foto Header: Demeter e.V., Eva Müller


1920 Zeichen, Veröffentlichung honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten, Ansprechpartner: BÖLW-Pressestelle, Joyce Moewius, Tel. +49 30 28482-307, BÖLW-Referentin Recht, Tanja Barbian, barbian[at]boelw.de.

Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von über 42.000 Bio-Betrieben fast 12 Mrd. Euro umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind: Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, Bioland, Biokreis, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Reformhaus®eG und Verbund Ökohöfe.


Ihr Kontakt zum BÖLW

Joyce Moewius
Referentin Presse

 +49 30 28482-307
presse[at]boelw.de

Weitere passende Beiträge

EU-Oeko-Verordnung_Revision_harvest-2524775_1920.jpg
Pressemitteilung

Verschiebung der Öko-Verordnung: Farm to Fork-Ziele brauchen gutes Bio-Recht

EU-Kommission muss gründliche Ausarbeitung der neuen Öko-Verordnung ermöglichen
 | 

Europäische Bio-Branche erwartet ein rasches Signal der EU-Kommission, die Anwendung der neuen EU-Öko-Verordnung zu verschieben

Praxislehrgang_Bio-Recht.jpg
Veranstaltung

Praxislehrgang Bio-Recht

Versierte Referenten aus dem Bio-Bereich informieren über Neuerungen
 | 

BVK und BÖLW laden Bio-Unternehmen zu einem Online-Seminar ein. Thema: Das aktuelle und das neue Bio-Recht ab 2021.

EU-Agrarpolitik_Reform2020_BLE_ThomasStephan.JPG
Artikel

Öko-Verordnung: Endspurt mit Hindernissen

Rund um das neue Bio-Recht spitzt sich die Situation zu
 | 

Selbst falls es EU gelingt neues Bio-Regeln praxisgerecht auszugestalten, bleibt keine Zeit für Behörden, Kontrollstellen und Betriebe sich daran...