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Einkommen von Bio-Betrieben legten zu

Wirtschaftlichkeit des Ökolandbaus

Berlin, 15.02.2022. Durchschnittlich 38.986 € betrug der Gewinn plus Personalaufwand je AK der ökologisch wirtschaftenden Testbetriebe1 im Wirtschaftsjahr 2020 / 21. Den im Schnitt höchsten Gewinn erreichten mit 56.852 € die Öko-Ackerbaubetriebe. „Sonstige Futterbaubetriebe“ konnten sich auch verbessern, erzielten aber den durchschnittlich niedrigsten Gewinn von 31.320 €. [1]

Im Durchschnitt stieg das Einkommen der Bio-Höfe im Vergleich zum Vorjahr um 9 %, wobei das Plus bei den Öko-Ackerbaubetrieben mit 19 % am deutlichsten war. Bei den „Sonstigen Futterbaubetrieben“ und Gemischtbetrieben stieg der Gewinn um 2 % bzw. 1 %.

Der Gewinnabstand zwischen ökologisch und konventionellen Vergleichsbetrieben, die ähnliche Standortbedingungen und Produktionsfaktoren aufweisen [2], lag im WJ 2020/21 bei rund 7.800 €. Während die für den Vergleich ausgewählten Öko-Betriebe im Durchschnitt einen Gewinn plus Personalaufwand von 39.958 € erzielten, lag der Gewinn der konventionellen Vergleichsbetriebe
mit ähnlichen Standortbedingungen und Produktionsfaktoren bei 32.133 €. Besonders ausgeprägt war die relative Vorzüglichkeit bei den Öko-Ackerbaubetrieben mit einer Einkommensdifferenz von 51 %. Im Gegensatz dazu konnten bei den „Sonstigen Futterbaubetrieben“
keine nennenswerten Einkommensunterschiede zwischen der ökologischen und konventionellen Wirtschaftsweise festgestellt werden.
22 % der Öko-Betriebe erzielten im betrachteten Wirtschaftsjahr mindestens einen doppelt so hohen Gewinn wie ihre konventionellen Vergleichsbetriebe. Der Anteil der relativ gesehen weniger erfolgreichen Öko-Betriebe, die einen maximal halb so hohen Gewinn wie ihre konventionellen Kolleginnen und Kollegen erwirtschafteten, betrug 18 %.

Autor: Dr. Jürn Sanders und Dr. Heike Kuhnert, Thünen-Institut für Betriebswirtschaft


[1] Datenbasis: Auswertung der Buchführungsabschlüsse aus dem deutschen Testbetriebsnetz. Alle Bio-Testbetriebe wurden einbezogen, 2020/21 waren es 621. Kennzahl zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit: Gewinn plus Personalaufwand je AK (auch bezeichnet als Einkommen), was die Berücksichtigung von Betrieben mit unterschiedlichen Rechtsformen ermöglicht.

[2] Im WJ 2020/21 konnten für den Vergleich 563 Öko-Betriebe und 3.243 konventionelle Betriebe herangezogen werden.

 

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