Zum Inhalt springen

Gentechnik in Lebensmitteln

Gentechnik ist teuer und riskant, die allermeisten Bürgerinnen und Bürger lehnen Gentechnik im Essen ab. Die Risikotechnologie widerspricht dem Selbstverständnis der Bio-Branche, die Öko-Verordnung verbietet den Einsatz der Gentechnik.

Egal, ob Käse, Brot oder Tofu: Bio-Herstellerinnen setzen auf gentechnikfrei produzierte Qualität. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Gentechnik-Pflanzen und -Tiere patentiert werden und damit zu Abhängigkeiten von großen Saatgutkonzernen führen, die Produktion verteuern und Biodiversität einengen. Bio-Unternehmer setzen auf Vielfalt und Open Source statt auf Gentechnik.

Bei Rohstoffen wie Mais oder Soja, die durch Gentechnikanbau in anderen Ländern kontaminiert sein können, treiben Bio-Lebensmittelverbeiterinnen und -Händler einen kostspieligen Aufwand um die gentechnikfreie Qualität abzusichern: Mit Beratung der Landwirtinnen vor Ort, mit der Säuberung von Transportbehältern und Lagerstätten und regelmäßigen Laboranalysen schützen Bio-Betriebe ihre Produkte vor Gentechnik-Verunreinigungen. Doch leider bleiben die Bio-Unternehmen und ihre Kunden auf den Vorsorgekosten sitzen. Denn das Verursacherprinzip, nach dem diejenigen, die Gentechnik nutzen auch für mögliche Schäden haften sollten, wird nicht angewandt.

Anstelle von Gentechnik enthalten Bio-Lebensmittel nur das, was es wirklich braucht. Ein möglichst geringer Verarbeitungsgrad und weniger Zusatzstoffe – darauf setzten Bio-Bäckerinnen, -Metzger oder andere Bio-Lebensmittelherstellende. Handwerkliches Können macht es möglich, dass sie keine gentechnischen Hilfsmittel einsetzen müssen. Die sorgfältige Rohstoffauswahl, innovative Verarbeitungsverfahren, Rezepturen und Qualitätspolitik gewährleisten eine besonders schonende Verarbeitung. Ganz im Sinne einer gesunden, naturbelassenen und ökologischen Ernährungsweise – und ganz ohne Gentechnik.

Foto Header: Märkisches Landbrot

BIOFACH22_14.JPG
Veranstaltung

Jetzt wird’s ernst: Bleibt Gentechnik reguliert?

Diskussion auf der BIOFACH zur möglichen Gentechnik-Aufweichung
 | 

Der BÖLW diskutierte am 28.07.2022 auf der BIOFACH, warum die EU-Kommission Gecntechnik-Regelungen aufweichen will und wie das verhindert werden kann.

2022_WHES_AgrarWendeJetzt_NickJaussi.jpg
Pressemitteilung

„Wir haben es satt!“-Protest: Özdemir muss Agrarindustrie die Stirn bieten und Agrarwende voranbringen

Bündnis aus Landwirtschaft und Gesellschaft protestiert in Berlin
 | 

Umweltfreundliche Bewirtschaftung, artgerechte Haltung und Klimaschutz auf Acker und Teller müssen sich wieder lohnen.

Sonstige_2021_Resolution_der_BOELW-Mitglieder_2.png
Position

Umbau des Agrar- und Ernährungssystems: Jetzt gemeinsam handeln!

Resolution der BÖLW-Mitgliederversammlung an die Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP
 | 

Weil Umbau drängt und eilt, muss die neue Bundesregierung handlungswillig und vor allem handlungsfähig sein – vom ersten Tag an!

BioFAQ_Grundlegendes_Spielberger-2.jpg
Pressemitteilung

Umbau ist Regierungsaufgabe

Gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nehmen
 | 

Öko wird von der Zukunftskommission Landwirtschaft als das Nachhaltigkeitsprogramm beschrieben, das wirkt und über relevanten und dynamischen Markt verfügt.

Sonstige_2021_Resolution_der_BOELW-Mitglieder.png
Position

Vom Acker bis zum Teller: Wirtschaft gemeinsam umbauen

Resolution der BÖLW-Mitgliederversammlung
 | 

Ernährungssystem gemeinsam umbauen, vom Acker bis zum Teller! Öko als Leitbild und Blaupause für die Transformation der Wirtschaft nehmen.

Titel_Jahrestagung2021.jpg
Veranstaltung

BÖLW-Jahrestagung 2021 im Superwahljahr

Öko-Wahlomat: Was tun Parteien für eine nachhaltige Agrar- und Wirtschaftspolitik?
 | 

BÖLW diskutierte am 19.05.2021 mit Parteien, Wissenschaft und Wirtschaft was es politisch braucht, um Klimakrise und Artensterben zu meistern.