Bio wächst nicht, Bio boomt! 2025 steigerte sich der Bio-Umsatz um 6,7 Prozent gegenüber dem – nach oben korrigierten – Vorjahr auf historische 18,2 Milliarden Euro. Bio-Produkte waren trotz Inflation und Wirtschaftskrise Top-Seller in allen Lebensmittelläden. Und dies nicht auf Kosten des Fachhandels: Auch die Bio-Läden stehen stabil da.
Möglich machen diesen Erfolg kleine und mittlere Unternehmen: Hof-Verarbeiter, Müller, Käserinnen, Bio-Bäcker. Ihre Produkte überzeugen, weil sie schmecken. Hergestellt werden sie meist im ländlichen Raum, wo der Bio-Mittelstand Heimat schafft.
Also alles in Butter bei Bio? Leider nein! Der Konzentrationsprozess im Agrarsektor hat längst die nächste Stufe der Wertschöpfung erreicht. Auch das Bio-Lebensmittelhandwerk hat zu kämpfen. Dass sie es eigentlich kann, beweist die mittelständische Bio-Branche eindrucksvoll: Sie gibt 388.000 Menschen Arbeit. Damit das so bleibt, brauchen Bio-Unternehmen: Regularien, die nicht für Konzerne gemacht werden, sondern für sie, nach dem Motto: „Think small first“. Und politische Wertschätzung, die ihren Mittelstand zielgerichtet unterstützt.
Der Run auf Bio hält an. Das zeigen Zahlen der Online-Lieferdienste, wo Bio Traumquoten erreicht. Wir sind sicher: Wenn erst alle Schulen, Kliniken und Seniorenheime erkennen, wie lecker und gesund Bio ist, erreichen wir das 30-Prozent-Ziel. Wir bleiben dran!
Ihre
Tina Andres, Vorstandsvorsitzende BÖLW
Wie genau entwickelte sich der Bio-Markt 2025 entwickelt hat, finden Sie im neue BÖLW-Branchenreport.




